SV Heinersreuth – TSV Bad Berneck 4:3 (3:2)

TSV Heinersreuth – TSV Bad Berneck   4:3   (1:1)

 

1.4.2011

 

Zum ersten Saisonauftritt fand sich der TSV in der schmucken Arena auf Heinersreuth ein. Im Tor bot man mit Radu Enache ein absolut unbeschriebenes Blatt auf dieser Position auf. Im Mittelfeld bekam die Nummer 10 des TSV Heidenreich Unterstützung durch Trautmann und Zink. Es dauerte nicht lange, da gingen die Platzherren nach einem verunglückten Ausflug von Keeper Enache mit 1:0 in Führung. Jörg Zink konnte jedoch im Gegenzug per Kopf ausgleichen. Auch das 2:1 durch einen fulminanten Fernschuss ging auf das Konto des TSV-Leaders. Auf der anderen Seite sorgte dann TW Enache mit mehreren Volleyballeinlagen dafür, dass der Gegner im dritten Versuch zum 2:2 einköpfen konnte. Kurz vor dem Seitenwechsel erzielte dann Heinersreuth den 3:2 Führungstreffer.

Die Gäste bemühten sich auch in der 2.Hälfte redlich, jedoch kamen sie nur äußerst selten zu zwingenden Chancen. Auch den Gästen gelang eigentlich nur wenig, doch fand ein Freistoß, nachdem Torwächter Enache den Kopf eingezogen hatte, den Weg ins Tor der Kurstädter. Damit schien die Messe gelesen, da der TSV lediglich in der Schlussminute durch de Gaetani auf 3:4 verkürzen konnte. Nach dem Spiel war den TSV-Verantwortlichen rasch klar, dass der Schachzug im Tor nicht gerade nach einer Wiederholung rief. Auch wenn de Gaetani nach dem Spiel verlauten ließ: „Es hätte schlimmer laufen können.“

 

Es spielten: Enache - Völkl, Scholze, Hofmann, Thomann, Mudder - Körber, Wolfrum, J.Zink, Heidenreich, Trautmann - Fraaß, de Gaetani, Linhardt.

 

Statistik:

1:0

1:1 J.Zink

1:2 J.Zink

2:2

3:2

4:2

4:3 de Gaetani

 

Flo


 

 


 

ASV Laineck – TSV Bad Berneck 0:4 (0:0)

8.4.2011

 

Original-Bericht von Flo Fraass ........ 


Zu Beginn der Saison 2011 erwartete die einheimischen Schlachtenbummler, darunter auch der Trainer der Lainecker Lizenzspielermannschaft Matthias Bauer, gleich ein richtig dicker Brocken: mit dem TSV Bad Berneck gastierte ein Vertreter der Extraklasse im ASV-Sportpark. Dennoch konnte man die Ränge nicht als ganz ausverkauft bezeichnen. Auf Seiten des ASV zeigte sich bereits im ersten Spiel des Jahres ein altbekanntes Problem: Personalmangel. So musste man kurzfristig noch auf dem Transfermarkt tätig werden und verpflichtete mit Fatih Alca (Truman's Perspektivteam), Franz Schlutter (SpVgg Bayreuth AH), Christoph Schmitt (reaktiviert) und Elmar Dippold (vereinslos) vier Verstärkungen. Ganz anders sah es auf Seiten des Gastes aus: das begann im Tor mit dem 1999 im bayerischen Fernsehen bekannt gewordenen „Bayernchampion“ Raimund Schaller, als Libero fungierte Bezirksoberliga-Allstar Stefan Feulner, im Mittelfeld bot man mit den bezirksoberligaerfahrenen Jörg Lottes, Markus Trautmann und Jörg Zink die Créme de la Creme und mit dem Wasserknodener Regisseur und "Meister des tödlichen Passes" Günther Heidenreich das dazu passende Sahnehäubchen, im Sturm waren Ex-Röhrenhof Torjäger Rainer Gamper und TSV-Aushängeschild Rainer Linhardt zu bewundern. Und auch der Rest der Gäste brauchte sich wahrlich nicht zu verstecken. So verwundert es kaum, dass sich das Hauptaugenmerk des ASV auf die Defensive richtete.
Libero Klaus Maisel war von Beginn an als Dirigent seiner Hintermannschaft im Dauereinsatz. Die Bad Bernecker begannen forsch, verzettelten sich aber anfangs zu oft, so dass ASV-Keeper Müller in der Auftaktphase selten gefordert war. Jedoch bot sich wenig später die Riesenchance für den TSV, den Gästefanblock zum Jubeln zu bringen: nach einem Missverständnis in der ASV-Defensive ebnete sich das Spielgerät seinen Weg vor Sandro de Gaetanis Fuß, der die Kugel hätte einfach nur noch über die Linie drücken müssen. Doch zeigte er sich in diesem Moment als Fan des ASV und bugsierte das Leder neben das Gehäuse. Die Platzherren rissen sich nun wieder am Riemen und boten den starken Gästen Paroli. So wurde es erst wieder gefährlich, als „The Hammer“ Stefan Feulner zum Freistoß antrat. Doch verfehlte sein Schuss das ASV-Tor deutlich. Wenig später gab es erneut Freistoß für die Gäste, doch war TW Müller auf dem Posten. Die Gäste schalteten nun einige Gänge höher und als Mittelfeldstratege Jörg Zink im Strafraum zu Fall kam, blieb die Pfeife des Unparteiischen still. In dieser Situation trug Fortuna ein ASV-Trikot. Gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Wagnerstädter nun mutiger und so bot sich Christoph Schmitt nach einer schönen Kombination über Alca und Fraaß urplötzlich die große Gelegenheit zur ASV-Führung, als er freistehend vor Gästekeeper Schaller auftauchte. Doch zeigte dieser, welch Klassemann er ist und entschärfte die Situation. Der Referee bat danach zum Pausentee und entließ beide Teams in die Kabinen. Dank einer kämpferisch starken Leistung war das 0:0 für die Platzherren nicht unverdient und sollte Mut für die 2.Hälfte machen.
Die Gäste aus der Kurstadt legten nun einige Kohlen mehr ins Feuer und schnürten die Lainecker zusehends in deren Hälfte ein. Dank eines offensiven Pressingspiels zwangen sie die Gastgeber nun vermehrt zu Fehlern und kamen zwangsläufig zu Chancen, welche aber zunächst noch überhastet vergeben wurden. Die Gästefans witterten nun Morgenluft, während die einheimischen Schlachtenbummler das Übel nahen sahen. Und so sollte es dann auch kommen: anstatt das runde Spielgerät unter Bedrängnis am eigenen Strafraum in die Wolken zu dreschen, war man der Meinung, das ganze lieber spielerisch lösen zu müssen. Dank einiger Unebenheiten des Platzes verprang die Kugel aber und so bugsierte Torjäger Rainer Gamper den Ball in die Lainecker Maschen. Der Bann war nun gebrochen und auf Seiten der Wagnerstädter begann man nun, mehr und mehr die Leistung der Mitspieler zu „kommentieren“, als sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren. Zudem musste mit Franz Schlutter eine Korsettstange der ASV-Defensive verletzungsbedingt das Feld verlassen. Das Resultat war, dass man den Faden immer mehr verlor und so das 0:2 nur eine zwangsläufige Konsequenz war: nach einer tollen Kombination vollendete Jörg Lottes souverän. Der ASV riss sich nun noch einmal am Riemen und kam sogar noch zu Chancen: zunächst verfehlte Dippold einen Eckball nur knapp ehe Kellner zu eigensinnig war, da ein Querpass zum völlig frei stehenden Mitspieler das fast sichere 1:2 bedeutet hätte. Doch schien diese Phase nur ein Strohfeuer gewesen zu sein, da man sich nun lieber wieder auf „verbale“ anstatt auf fussballerische Fähigkeiten besann. Nach einem lustlosen Gestochere vor dem ASV-Tor war dann erneut Rainer Gamper zur Stelle und drückte die von Leder umhüllte Luft über die Lainecker Torlinie. Die Platzherren waren nun vollends konsterniert und so lud man TSV-Funktionär Linhardt gar noch auf einen vierten Gegentreffer ein. So zeigte die Anzeigetafel nach dem Schlusspfiff ein ernüchterndes 0:4 aus Sicht des ASV. 
Trotz einer zusammen gewürfelten Mannschaft zeigte der ASV in der ersten Hälfte, dass man mit Wille und Einsatz auch gegen stärkere Gegner bestehen kann. Als man leider in der zweiten Hälfte das fussballerische mehr und mehr durch „Denkanstöße“ an die eigenen Mitspieler ersetzte, zeigte sich, dass man gegen die Heidenreich-Schützlinge keine Chance mehr hatte. Es bleibt für die Zukunft zu hoffen, dass man daraus lernt und akzeptiert, dass Fehler nun mal passieren und diese auch durch „Kommentare“ nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Ein besonderes Lob ergeht an die Gastspieler für ihre Bereitschaft und ihren Einsatzwillen, den ASV an diesem Abend zu unterstützen. Bad Berneck gefiel durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. TSV-Libero Feulner sprach nach dem Spiel davon, „dass er vor allem den Platz stärker einschätzte, dieser jedoch schnell seine Klasse verlor und mehr und mehr zu einem Stolperstein wurde.“ Auf Seiten des ASV äußerst sich Mittelfeldregisseur Schittko vor den Journalisten über den Grund der Niederlage: „Wir hätten einfach mehr Tore schießen müssen so wie in Schreez letzte Saison, als wir bereits zur Pause mit 6:0 führten.“ Theoretisch ist dieser Aussage nichts entgegenzusetzen, doch wie konterte TSV-Kapitän Zink: „Ja sind wir denn Schreez ?“ Besonderer Dank ergeht an Schiedsrichter Engelhardt für seine Bereitschaft, das Spiel zu leiten. 
Nächste Woche erwartet der SV Weidenberg den ASV, jedoch muss ganz deutlich gesagt werden, dass sich aufgrund der angespannten Personalsituation und dem „Wechsel“ zahlreicher ASV-Altstars zur 2.Mannschaft immer mehr die Frage stellt, wie lange es die AH-Mannschaft überhaupt noch gibt.

 

Es spielten: Schaller - Feulner, Akgünes, Hofmann, Scholze, Wolf - Lottes, Thomann, Heidenreich, Hofmann, J.Zink, Trautmann - Linhardt, Gamper, de Gaetani.



Tore: 0:1 Gamper, 0:2 Lottes, 0:3 Gamper, 0:4 Linhardt

 

 

TSV Bad Berneck - TSV Neudrossenfeld 3:4 (0:3)

Freitag den 15.04.2011

 

Überbesetzung im ersten Heimspiel - 

 

Aufholjagd nicht geglückt,

Neudrossenfeld entpuppte sich als der erwartet schwere Gegner. Trotzdem hielten wir gut dagegen. Individuelle Abspielfehler führten dazu das der TSV Bad Berneck mit 0:4 hinten lag. 20 Minuten vor Ende der Begegnung starteten wir durch ein Tor von "Feule" die Aufholjagd. Neudrossenfeld kam kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Kurz vor Schluss wurde uns durch den Schiri Klaus Röske ein klarer Treffer aberkannt. Leider sprang nicht mehr als das 3:4 heraus. Ein Unentschieden wäre mehr als gerecht gewesen.

 

 

Es spielte: (17) Maßberger, Mario Bauer, Enache Radu, Heidenreich G., Fuchs S., Kraus M., Lottes J., Hoffmann R., Linhard R., Thomann A.,  Wolf D., Zink J., Mudder B., Feulner, Gamper Reiner, Marchner W., Sandro De Gaetani

 

 

Tore: 0:1, 0:2, 0:3, 0:4, 1:4 Feulner, 2:4 Lotte 3:4 M. Krauss

 

Rol


TSV Mistelbach - TSV Bad Berneck 4:2 (2:1)

Freitag den 29.04.2011

 

Am letzten Aprilwochenende lud der TSV Mistelbach die Bad Bernecker zum Stelldichein. Die Platzherren sollten nach ihrem Sieg über die SpVgg Bayreuth am vorangegangenen Spieltag voller Selbstbewusstsein in die Partie gehen, während man auf Seiten der Gäste mehrere etablierte Spieler wie Völkl, Wolfrum, Schaller, Trautmann oder Regisseur Heidenreich auf dem Spielberichtsbogen vergeblich suchte.

Dennoch aber begannen die Fichtelgebirgler konzentriert und zwangen den Einheimischen ihr Spiel auf. Die erste TSV-Chance bot sich Gamper, der jedoch knapp scheiterte. Es schien als hätte man die Mistelbacher in dieser Phase fest im Griff. Als dann Rainer Gamper das Leder ins Gehäuse des TSVM bugsierte, sprang der Gästefanblock das erste Mal jubelnd auf. Jedoch hielt dieser nur kurz an, da der Referee dem Treffer wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte. Doch nahm dies den Gästen nicht den Elan und so belohnte der emsige Sandro de Gaetani die eigenen Fans mit dem 1:0 Führungstreffer. Vorangegangen war ein sehenswertes Zuspiel von TSV-Antreiber Zink, welches de Gaetani per Direktabnahme in die Mistelbacher Maschen zelebrierte. Doch anstatt weiter Gas zu geben, schlich sich nun der Schlendrian mehr und mehr ins Bad Bernecker Spiel ein. Und so dauerte es nicht lange, ehe die Gastgeber zum überraschenden Ausgleich per Heber kamen. Die Lottes-Schützlinge verloren nun immer mehr ihren Faden und bauten dadurch die Mistelbacher Ballartisten auf. Das nächste Ausrufezeichen setzte dann aber wieder der TSV aus Bad Berneck. Lottes sprintete mit einem herrlichen Solo über das halbe Feld und wurde in allerletzter Sekunde noch abgeblockt. Postwendend fand das Spielgerät seinen Weg in die andere Richtung und nach weiteren Unsicherheiten in der TSV-Defensive vollendeten die Mistelbacher zur umjubelten 2:1 Führung. Dies Ergebnis zeigte die Anzeigetafel dann auch als der Referee beide Teams in die Kabinen schickte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte warteten die Kurstädter mit einigen taktischen Veränderungen auf: Hofmann wechselte vom Tor auf die Trainerbank, ihn ersetzte Routinier Rainer Gamper. Für den ab der 41.Minute terminlich verhinderten Zink ließ sich Linhardt ins Mittelfeld zurückfallen und für den angeschlagenen Fuchs sollte Scholze nun noch enger in die Defensive mit einbezogen werden. Die Kneippheilbäder schalteten nun einige Gänge höher und drückten die Einheimischen zumeist in deren Hälfte. Zunächst scheiterte Matthias Kraus nur um Zentimeter, während der Gaetani wenig später ebenfalls aus kurzer Distanz knapp verzog. Die größte Chance sollte sich jedoch der Röhrenhofer Fussballlegende Wolfgang Marchner bieten: nach einem Eckball lauerte er gewieft am zweiten Pfosten, wo der Ball auch seinen Weg hinfand. Jedoch hatten die Gastherren ihren Platz so gut präpariert, dass das runde Spielgerät dank einer Unebenheit einen so kuriosen Drall bekam, so dass Marchner nicht in der Lage war, das Leder aus kürzester Distanz einzuschieben. Im Gegenzug zeigte sich dann eine Kopie der ersten Hälfte. Nach einer Großchance der Bad Bernecker, machten die Mistelbacher das Tor. Begünstigend hierfür war ein Missverständnis in der TSV-Defensive, welches der bereits lauernde Mistelbacher Stürmer eiskalt zum 3:1 verwertete. Jedoch steckten die Kurstädter den Kopf nicht in den Sand und so schloss Lottes einen Tempogegenstoß eiskalt und sehenswert zum 2:3 ab. Die Hoffnung der Bad Bernecker Schlachtenbummler fand nun wieder Nährboden, doch standen die Mistelbacher in dieser Phase äußerst kompakt. Zudem konzentrierte sich das Spiel des TSV zu häufig auf den Weg durch die Mitte. Als der Unparteiische dann bereits schon auf die Uhr blickte, nutzten die Platzherren eine weitere Unsicherheit der TSV-Defensivabteilung zur endgültigen Entscheidung. Während die einheimischen Fans jubelten, leerten sich die Gästeränge zusehends und so stand nach 80 Minuten fest, dass man bereits zum dritten Mal in dieser Saison die Punkte dem Gegner überlassen musste.

Obwohl man den Gästen kämpferisch nichts vorwerfen kann, klaffte vor allem nach dem Abgang von Zink eine zu große Lücke im Mittelfeld. Bedauernswert war auch die wiederholte Tatsache, dass man sich durch vermeidbare Defensivfehler um den eigenen Lohn brachte. Jedoch bescheinigen zahlreiche Fachleute dem TSV die Klasse, aus dieser Minikrise rasch wieder herauskommen zu können. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich dann am 13.5. in Thurnau.

 

Es spielten: Hofmann, Gamper - Enache, Fuchs, Wolf, Mudder, Scholze - Lottes, Kraus, Fraaß, J.Zink - Marchner, Linhardt, de Gaetani.

 

Statistik:

0:1 de Gaetani

1:1

2:1

3:1

3:2 Lottes

4:2

 

Flo

 

 

TSV Thurnau - TSV Bad Berneck 1:3

0:1 J.Zink

1:1

1:2 de Gaetani

1:3 Linhardt

TSV Bad Berneck - SV Seybothenreuth 1:2

1:0 de Gaetani

1:1

1:2

TSV Bad Berneck - FC Neuenmarkt 1:4 (1:1)

27.5.2011

 

Nach der unerwarteten Niederlage letzte Woche gegen Seybothenreuth wollte man sich gegen den FC Neuenmarkt wieder rehabilitieren. Jedoch war Kennern bewusst, dass dies äußerst schwierig werden würde, da sich mit dem FC Neuenmarkt ein Meister seines Fachs im TSV-Sportpark vorstellte. Zudem musste man kurzfristig auf Mittelfeldregisseur Zink verzichten. Zu Beginn tasteten sich beide Teams zunächst ab ehe TSV-Keeper Schönauer, der eine gute Leistung an diesem Abend zeigen sollte, das erste Mal eingreifen musste. Wenig später war er dann machtlos als die Gäste das Leder gekonnt in den Bad Bernecker Maschen unterbrachten. Der TSV steckte jedoch den Kopf nicht in den Sand, sondern besann sich weiter auf seine Stärken. Nach einer präzisen Flanke scheiterte TSV-Stürmer Thomala mit seinem Kopfball am Außenpfosten des Neuenmarkters Gehäuses nur äußerst knapp. Doch durften die einheimischen Fans wenig später ihre Fahnen schwenken, als eine relativ harmlose Flanke von Wolfrum unter gütiger Mithilfe des Gästekeepers ihren Weg ins Tor fand. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte neutralisierten sich beide Teams weitgehend und so bat SR Völkl beim Stand von 1:1 zum Pausentee.

Auch zu Beginn der zweiten 40 Minuten war es ein Duell auf Augenhöhe, doch gelang es den Gästen nach 60 Minuten die Lücke in der TSV-Defensive zu finden. Ergebnis war ein kaltschnäuziger Abschluss zur 2:1 Führung. Anstatt sich weiterhin auf das Fußballerische zu konzentrieren, verlagerte man nun mehr und mehr das Hauptaugenmerk auf die verbale Ebene. Dies hatte zum einen den verfrühten Abgang von Libero Schaller und zum anderen zahlreiche Unkonzentriertheiten zur Folge. Dennoch bot sich Sandro de Gaetani die Riesenchance zum Ausgleich, als er allein auf den FC-Torhüter marschierte. Doch konnte der Keeper den Abschluss parieren und somit den Ausgleich verhindern. Auf der anderen Seite sollten es die Neuenmarkter besser machen. Sie schlossen eine schöne Ballstafette zum 3:1 ab. Der Bann war nun endgültig gebrochen und so erhöhte der Gast in der Schlussminute per Foulelfmeter auf 4:1.

Gegen einen starken Gast war das Ergebnis am Ende zu deutlich. Leider gab man das Heft nach dem 1:2 fast völlig aus der Hand, sicher auch, weil sich zu sehr auf verbale „Denkanstöße“ anstatt auf Fußball konzentriert wurde. Fehler passieren nun mal und so sollte es das Wichtigste sein, den Mitspieler zu motivieren, damit man gemeinsam den Kopf wieder aus der Schlinge ziehen kann. Zudem darf man nicht vergessen, dass der Gegner auch nur wenige Chancen zuließ und seine ganze Klasse in Bad Berneck bewies.

                                                                                                                                            

Es spielten: Schönauer – Schaller, Scholze, Wolf, Hofmann – Fraaß, Wolfrum, Feulner, Lottes, Kraus, Linhardt – Thomala, de Gaetani.

 

Statistik:

0:1

1:1 Wolfrum

1:2

1:3

1:4

 

Flo

TSV Bad Berneck - TSV Himmelkron 3:0 (0:0)

10.6.2011

 

Nach zuletzt mehreren erfolglosen Auftritten peilten die Kurstädter im Nachbarduell mit Himmelkron ein Ende der Durststrecke an. So begann man die Partie konzentriert und verlagerte das Spielgeschehen mehr und mehr in die Himmelkroner Hälfte. Trotz dieser Überlegenheit sprang zunächst nur wenig heraus. Dies lag auch an mehreren Klassereflexen vom deutschen Nationaltorhüter der Ärzte, Uwe Holtz. So mussten sich die einheimischen Fans mit einem torlosen Remis zur Pause begnügen.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte man da an, wo man zuvor aufgehört hatte. Der TSV berann nun förmlich das Himmelkroner Gehäuse und wurde daraufhin auch endlich belohnt. Nach einer tollen Hereingabe von Wolfgang Marchner vollendete Hofmann aus 12m zur Bad Bernecker Führung. Der Knoten schien nun geplatzt und so gelang Lottes nach feiner Einzelleistung wenig später das 2:0. Kurz darauf scheiterte Fraaß zweimal aus aussichtsreicher Position, ehe „Giuliano“ Glass fast brasilianisch zum 3:0 vollendete. Er übernahm das Leder nach einer Ecke, drehte sich um die eigene Achse und vollendete unhaltbar in die gegnerischen Maschen. So feierten die Kurstädter am Ende ein völlig verdientes 3:0 und bewiesen, dass man durch Beharrlichkeit zum Ziel kommt. In einer homogenen Mannschaft gefiel besonders Hofmann, der mit gutem Beispiel die Marschroute den Mitspielern vorgab und das wichtige 1:0 erzielte. Es bleibt nun abzuwarten, ob dieser Erfolg ein endgültiges Ende der TSV-Durststrecke einläutet.

 

Es spielten:

Maßberger – Völkl, Wolf, Thomann, Wolfrum – Hofmann, Körber, Lottes, Fuchs, Fraaß, Th.Zink, - Glass, Marchner, de Gaetani.

 

Statistik:

1:0 Hofmann

2:0 Lottes

3:0 Glass

TSV Bad Berneck - TSV Fichtelberg 6:4 (4:0)

17.6.2011

 

Das Heimspiel gegen den TSV Fichtelberg zeigte dem aufmerksamen Beobachter zwei völlig unterschiedliche Gesichter der Bad Bernecker Altstars. Zunächst bestach man durch eine Kaltschnäuzigkeit, welche einem schon fast unheimlich wurde. Bereits die allererste Gelegenheit nutzte Jörg Zink aus halbrechter Position zum 1:0. Wenig später staubte Torjäger Thomala zum 2:0 ab. Jörg Zink schien das Jubeln zu gefallen und so sorgte er höchstpersönlich für das 3:0. Die Gäste waren nun völlig neben der Spur und so nutzte Matthias Kraus eine Verwirrung zum 4:0 durch einen blitzartig ausgeführten Freistoß. Somit verabschiedete man sich mit einem beruhigenden 4:0 in die Kabinen.

Gleich nach Wiederanpfiff zeigte Thomala seinen Torriecher, als er nach einem kapitalen Abwehrfehler der Gäste auf 5:0 erhöhte. Das Spiel schien damit endgültig entschieden gewesen zu sein. Doch gaben die tapfer kämpfenden Gäste nicht auf und erzielten per Kopfball den vermeintlichen Ehrentreffer. Die Fichtelsee-Kicker fanden nun am Toreschießen Gefallen und verkürzten nach einem TW-Fehler auf 2:5. Nur wenige Minuten später flog ein Kunstschuss zum 3:5 in den Winkel. Die Bad Bernecker verloren nun jegliche Ordnung und kassierten prompt das 4:5. Die Hektik war nun unübersehbar und so glich der TSV einem Torso. Die Gäste waren nun drauf an dran, den noch vor kurzem für unmöglich gehaltenen Ausgleich zu erzielen. Doch gerade in dieser Drangphase schaltete sich der starke Bad Bernecker Libero Völkl in eine Kontersituation ein. Er bediente präzise Fraaß, welcher zum viel umjubelten 6:4 vollendete. Dadurch war nun auch die Moral der Gäste gebrochen, so dass man am Ende mit einem blauen Auge davon kam. Dennoch aber sorgte die teils konfuse Spielweise nach dem 5:0 auch noch nach dem Abpfiff für zahlreiche Irritationen. Man sollte aber trotzdem zufrieden sein, dass man einen erneuten Sieg einfahren konnte. Auch wenn es kein Ruhmesblatt war, muss man solch eine Aufholjagd der Gäste trotz allem auch erstmal verdauen. Beim TSV gefielen vor allem der emsige Fuchs und Fanikone Thomala.

 

Es spielten:

Maßberger – Völkl, Wolf, Schaller, Fuchs – Hofmann, Körber, Fraaß, Lottes, Th.Zink, J.Zink, Kraus – Thomala, Glass.

 

Statistik:

1:0 J.Zink

2:0 Thomala

3:0 J.Zink

4:0 Kraus

5:0 Thomala

5:1

5:2

5:3

5:4

6:4 Fraaß

 

Flo

TSV Donndorf - TSV Bad Berneck 2:3 (1:2)

8.7.2011

 

Aufgrund der Klasse des Gastgebers versprach das Spiel bereits vor Anpfiff, ein Tanz auf dem Vulkan zu werden. Donndorf gilt seit langem als ein Meister seines Fachs im Bayreuther Fussballkreis und so wusste der TSV Bad Berneck, dass er sich von Beginn an warm anziehen muss. Wohl deshalb brachte man in der Sommerhitze die langärmeligen, häufig viel zu kleinen Trikots aus der TSV-Asservatenkammer mit. Gut eingepackt stellte man sich dann den „grünen Männchen“ aus Donndorf. Diese zeigten dem TSV rasch, dass sie gerne ihren heimischen Anhang bei Laune halten möchten. So musste TSV-Torsteher Gamper bereits in der Anfangsphase mehrfach glänzend parieren. Auf der anderen Seite bot sich Linhardt die Riesenchance zur Gästeführung, jedoch scheiterte er am heraustürmenden Donndorfer Keeper. Die Kurstädter fanden nun aber immer besser ins Spiel und setzten geschickt Nadelstiche gegen die Bayreuther Vorstädter. Eine scharfe Hereingabe von Lottes konnte daraufhin Donndorfs Verteidigerass Wascher nur noch in die eigenen Maschen klären. Von der Führung beflügelt spielten die Gäste nun frei auf und konnten durch Linhardt auf 2:0 erhöhen. Doch konnten die Einheimischen den Offensivdrang der Gäste bald wieder stoppen und begannen nun, ihr Spiel dem Gegner aufzuzwingen. Ergebnis war der verdiente Anschlusstreffer zum 1:2. Die Gäste stemmten sich nun mit aller Macht dem Angriffswirbel der Donndorfer entgegen und konnten dadurch ihren knappen Vorsprung bis zum Seitenwechsel bewahren.

Auch in der zweiten Halbzeit war Donndorf das Spiel bestimmende Team. Doch setzten die Bad Bernecker immer wieder gefährliche Konter, von denen TSV-Identifikationsfigur Zink einen eiskalt zum 3:1 nutze. Doch steckten die Gastgeber nicht auf und erzielten prompt unter Mithilfe von TSV-Verteidiger Thomann den erneuten Anschlusstreffer. Das Spiel knisterte nun vor Spannung, rannten die Einheimischen nun doch pausenlos gegen das TSV-Gehäuse an. Doch zeigte Rainer Gamper an diesem Abend, welches großes Torwarttalent in ihm schlummert und so verhinderte er auch dank gütiger Mithilfe des Torgestänges den Donndorfer Ausgleich. Am Ende siegte der TSV in einer hochklassigen Partie etwas glücklich, aber nicht unverdient mit 3:2. Auf diese Leistung kann aufgebaut werden, so dass die nächsten Spiele selbstbewusst angegangen werden können.

 

Es spielten:

Gamper – Völkl, Thomann, Hofmann, Körber – Lottes, Schittko, Fraaß, J.Zink, Feulner – de Gaetani, Linhardt.

 

Statistik:

0:1 Eigentor

0:2 Linhardt

1:2

1:3 J.Zink

2:3 Thomann (ET)

 

Flo

TSV Streitau - TSV Bad Berneck 1:7 (1:2)

15.7.2011

 

Im schmucken Talstadion des TSV Streitau erhofften sich die Mannen um Mittelfeldregisseur Heidenreich den nächsten Coup. Nach zuletzt mehreren Siegen in Folge wollte man auch hier seine Erfolgsserie fortsetzen. Man begann das Spiel konzentriert und konnte in der Anfangsviertelstunde bereits zahlreiche Einschussmöglichkeiten verzeichnen. Die größte bot sich Günther Heidenreich, doch verzog er freistehend per gefürchtetem Aussenristschlenzer in Richtung Eckfahne. Rainer Gamper gefiel dies weniger und so brachte er seine Farben per Abstauber mit 1:0 in Front. Stefan Feulner wollte nun auch die Arme einmal jubelnd gen Himmel strecken und so trat er erfolgreich zu einem berechtigten Strafstoß an. Das Resultat würdigte die Anzeigetafel mit einem umklappen von 1:0 auf 2:0. Doch schlugen die Gastgeber überraschend zurück. Eine klasse Einzelleistung brachte ihnen den 1:2 Anschlusstreffer. Die von Völkl gut organisierte Abwehr stand jedoch zumeist sicher und ließ nur wenige Chancen des Gegners zu. So verabschiedete man sich mit einer 2:1 Führung zum Pausentee.

Zu Beginn der zweiten Hälfte bekam dann Rainer Gamper richtig Lust am Toreschießen. Zunächst erzielte er aus kurzer Distanz das 3:1, ehe er kurz darauf das 4:1 per Abstauber folgen ließ. Matthias Kraus nahm daraufhin Anschauungsunterricht beim Ex-Röhrenhof-Star und setzte diesen mit seinem 5:1 gekonnt in die Tat um. Die wenigen, aber oft brandgefährlichen Konter der Platzherren entschärfte Keeper Maßberger im Stile eines Klassemanns. Thomas Zink sollte dann mit seinem 6:1 wieder die Auswärtskurve zum Jubeln bringen. In der Schlussminute konnte Florian Fraaß nach glänzendem Zuspiel von Lottes zum 7:1 Endstand erhöhen.

Völkl und Co boten eine beeindruckend starke Leistung gegen einen fair und sympathisch agierenden Gastgeber und siegten auch in dieser Höhe völlig verdient. Aus einer geschlossenen Mannschaft ragte vor allem der Dreifachtorschütze Gamper heraus. Bei solchen Auftritten bleibt nur zu hoffen, dass keine größeren Vereine im Rahmen der nächsten Transferperiode auf den kaltschnäuzigen TSV-Torjäger aufmerksam werden.

 

Es spielten:

Maßberger – Völkl, Körber, Marchner – Lottes, Fraaß, Kraus, Th.Zink, Feulner, Heidenreich – Linhardt, Gamper.

 

Statistik:

0:1 Gamper

0:2 Feulner (FE)

1:2

1:3 Gamper

1:4 Gamper

1:5 Kraus

1:6 Th.Zink

1:7 Fraaß

 

Flo

TSV Wirsberg - TSV Bad Berneck 1:5 (0:2)

22.7.2011

 

30 Minuten vor Anpfiff noch zu zwölft, bei Anpfiff dann zu neunt. So schnell kann es gehen. Diese leidvolle Erfahrung musste TSV-Organisator Lottes an diesem Abend machen, da ihm kurzfristig 3 Akteure absagen mussten. Während des Spiels sollte sich der Kader zwar noch vervollständigen, jedoch musste man zunächst in doppelter Unterzahl beginnen. So verwundert es auch kaum, dass sich die TSV-Verantwortlichen einen ganz besonderen taktischen Schachzug einfallen ließen: man beorderte mit Günther Heidenreich die eigentliche Schaltzentrale in den Angriff, um den Gegner dadurch mehr in die Defensive zu zwingen. Dies sollte dann auch erfolgreich funktionieren, so dass die Bad Bernecker trotz ihrer Unterzahl nur selten in Gefahr gerieten. Nachdem mit Wolfrum ein zehnter Mann dazukam, wurden die Fichtelgebirgskicker noch druckvoller und gingen durch Jörg Zink per Kopf auch verdient in Führung. Rainer Gamper ließ nur wenig später das 2:0 folgen. Der Gast aus der Zinnert-Metropole verwaltete nun seinen Vorsprung und ging mit einer beruhigenden Führung zur Kabinenpredigt.

Auch in der zweiten Hälfte bot sich den Fans ein ähnliches Bild. Nachdem Wolfrum noch aus kürzester Distanz scheiterte, brachte erneut Jörg Zink den Auswärtsblock zum Jubeln. Als Feulner per Flachschuss sogar noch das 4:0 folgen ließ, wollten die angereisten Schlachtenbummler ihre Fahnen überhaupt nicht mehr einrollen. Doch nahm man das Spiel nun etwas lockerer und so gelang den Gastgebern der verdiente Ehrentreffer. Den Schlusspunkt setzte dann TSV-Mittelfeldakteur Fraaß nach herrlichem Pass von Zink mit dem 5:1 Endstand. Die Bad Bernecker bewiesen ihre zur Zeit starke Form und ließen zu keinem Zeitpunkt des Spiels etwas anbrennen. So war der Sieg auch in dieser Höhe verdient und brachte dem TSV erneut drei Punkte. Ein Lob ergeht auch an das faire Auftreten der Gastgeber.

 

Es spielten:

Maßberger – Feulner, Marchner, Lottes – Fraaß, Th.Zink, J.Zink, Wolfrum, Heidenreich – de Gaetani, Linhardt, Gamper.

 

Statistik:

0:1 J.Zink

0:2 Gamper

0:3 J.Zink

0:4 Feulner

1:4

1:5 Fraaß

 

Flo

TSV Bad Berneck - 1.FC Waldstein 5:3 (1:2)

26.8.2011

 

Nach der Absage des TSV Fichtelbergs gelang es den Organisatoren mit dem 1.FC Waldstein kurzfristig einen Ersatzgegner aufzutreiben. Aufgrund der guten Resonanz im Ticketvorverkauf sollte dies auch die bestmögliche Lösung sein. So konnten die TSV-Fans nach einer 4-wöchigen Sommerpause endlich wieder einmal Zink und Co in heimischen Gefilden anfeuern. Der 1.FC Waldstein setzte sich aus einer Fusion des TuS Weißdorf und des SV Sparneck zusammen. Da dieses Team erst seit kurzem besteht, konnte die Scoutingabteilung des TSV im Vorfeld nur wenig über den Gegner herausfinden. Auf Seiten der Bad Bernecker konnte man personell aus dem Vollen schöpfen, so dass sich die einheimischen Schlachtenbummler bereits vor Anpfiff auf ein Erfolgserlebnis einstellten.

Bereits in der Anfangsphase wurde dem aufmerksamen Beobachter schnell bewusst, dass der Gast vom Waldstein keine Laufkundschaft sein würde. Zu kompakt und ballsicher präsentierten sich die Mannen um Spielführer Kuhn. So tastete man sich in der Anfangsviertelstunde zunächst nur ab, ohne wirklich gefährlich zu werden. Die erste Gelegenheit ergab sich dann für die Gäste durch eine Freistoßsituation gute 20m vor dem Bad Bernecker Gehäuse. Als Keeper Maßberger gerade mit dem Sortieren seiner Mauer fertig war, schlug die Kugel unhaltbar im Winkel ein. Verantwortlich dafür war ein perfekt getretener Freistoß vom sehr starken Bernd Rath. TSV-Routinier Wolfrum schien darüber immer noch zu staunen, anders ist sein Abspielfehler in der TSV-Hintermannschaft wenig später nicht zu erklären. Der Gästeangreifer zeigte sich daraufhin kalt wie eine Hundeschnauze und vollendete zum 2:0. Ex-Bezirksoberliga-Allstar Feulner gefiel dies weniger und so packte er sein ganzes Missfallen in einen Gewaltschuss aus 30m, welcher wie eine Kanonenkugel im Weißdorfer Gehäuse einschlug – 1:2. Die Kurstädter witterten nun Morgenluft und drängten förmlich auf den Ausgleich. Zunächst parierte der Gästekeeper eine Zink-Aktion überragend auf der Torlinie ehe der vermeintliche Ausgleich des Zapf-Angestellten zurecht wegen Abseits nicht anerkannt wurde. Somit zeigte die Anzeigetafel einen 1:2 Pausenrückstand aus Sicht der Einheimischen an.

Zu Beginn der zweiten Hälfte griff dann TSV-Torjäger Rainer Gamper mit ins Geschehen ein. Doch sollte auch ihm der ersehnte Ausgleichstreffer verwährt bleiben. Auf der anderen Seite bewies der Gast dann seine Effezienz, als ein sich in den Strafraum begebender Ball urplötzlich die Nähe von Wolfrums Bein suchte, um von dort dank einer unerwarteten Richtungsänderung in die TSV-Maschen zu wandern. Die TSV-Anhängerschaft wirkte nun konsterniert und sah ihre Felle bereits jetzt davonschwimmen. Doch steckten die Bad Bernecker den Kopf nicht in den Sand und agierten nun wie eine Klassemannschaft. Nach einem Feulner-Eckball gelang das Leder auf halbrechts vor die Füße von Fraaß. Dieser drang in den Strafraum ein und vollendete platziert zum 2:3 Anschlusstreffer. Wenig später wurde der Torschütze von Mittelfeldregisseur Heidenreich herrlich in Szene gesetzt, so dass dieser Feulner mustergültig bedienen konnte. Der TSV-Hammermann erzielte daraufhin den viel umjubelten Ausgleich. Der TSV-Express war nun auf Betriebstemperatur und geriet voll in Fahrt. Gamper verpasste um Haaresbreite eine Flanke, Marchner köpfte nur Zentimeter vorbei und Lottes machte Bekanntschaft mit der Latte. Auf der anderen Seite testeten aber auch die Gäste das Bad Bernecker Aluminium. Fünf Minuten vor Abpfiff fasste sich dann TSV-Dauerbrenner Lottes ein Herz und verwandelte mittels platziertem Flachschuss zur 4:3 Führung. In der Schlussminute erhöhte der nimmermüde Feulner sogar noch auf 5:3. Dem TSV war damit die Wende endgültig gelungen und so feierte man dank einer begeisterten 2.Halbzeit einen nicht unverdienten Heimerfolg.

Der Gast aus dem Waldstein-Bezirk präsentierte sich als starker und fairer Gegner und hatte den TSV über eine lange Zeit arg in Bedrängnis gebracht. Die Einheimischen präsentierten sich dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung als echtes Team und bewiesen somit, dass auch deutliche Rückstände noch in Siege umgewandelt werden können. Dem guten Niveau des Spiels passte sich der fehlerfrei pfeifende Schiedsrichter Enache nahtlos an. Ihm gilt für seine Bereitschaft zur Spielleitung der Dank beider Teams.

 

Es spielten:

Maßberger – Völkl, Scholze, Marchner, Fuchs, Hofmann – Wolfrum, Feulner, J.Zink, Lottes, Körber, Fraaß, Heidenreich – Gamper, de Gaetani.

 

Statistik:

0:1

0:2

1:2 Feulner

1:3

2:3 Fraaß

3:3 Feulner

4:3 Lottes

5:3 Feulner

 

Flo

TSV Bad Berneck - FC Bayreuth 8:2 (5:0)

2.9.2011

 

Wie bereits letzte Woche konnte der TSV auch gegen den FC Bayreuth personell aus dem Vollen schöpfen. Zudem gelang es den Verantwortlichen mit André Russ und Volkan Bahar zwei ganz dicke Fische durch ein Ausleihgeschäft mit der Lizenzspielerabteilung an Land zu ziehen. Diese „Youngsters“ konnten dabei ganz auf die Erfahrung des Wasserknodener Dirigenten Günther Heidenreich bauen, der auch diesmal wieder alle Fäden in der Hand hielt. So begann man das Aufeinandertreffen mit den Wagnerstädtern äußerst konzentriert und legte los wie die Feuerwehr. Neuzugang Russ bugsierte das Leder über den herausstürmenden FC-Keeper und brachte somit den eigenen Anhang erstmals zum Jubeln. Und es dauerte nicht lange, da erhöhte Jörg Zink per Flachschuss auf 2:0. Der TSV-Express rollte nun im Überholtempo. Nur wenige Minuten später schob Zink völlig freistehend zum 3:0 ein, während Russ nach sehenswerter Maßarbeit auf 4:0 erhöhte. Die Gäste schienen noch gar nicht richtig auf dem Platz zu sein, da lagen sie schon aussichtslos im Hintertreffen. Die nächsten beiden Riesenchancen waren Dirigent Heidenreich vorbehalten, doch ließ er Milde mit den Gegnern walten und verzichtete auf weitere Treffer. Dauerbrenner Lottes zeigte sich daraufhin kaltschnäuziger und vollendete sehenswert aus 17m zum 5:0 Pausenstand. Den stärksten Auftritt hatten die Gäste in einem verbalen Scharmützel mit Referee Trautmann, da die Bayreuther nicht allzu erfreut über die Tatsache waren, dass der Unparteiische nur wenig Wert darauf legte, die FC-Hintermannschaft als wandelnde Schiedsrichterassistenten und Abseitsexperten mit ins Boot zu nehmen.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte agierte der TSV auf Hochtouren. Immer wieder kam man zu guten Einschussmöglichkeiten. TSV-Angreifer Fraaß sorgte dann für eine Kabaretteinlage, welche man nicht jede Woche zu sehen bekommt. Nach einer Unsicherheit des FC-Keepers und einem gedankenschnellen Zuspiel von Hofmann schaffte es der Kurstädter, die von Leder umhüllte Luft völlig freistehend aus 5m am leeren Tor vorbei zu schieben. Unfassbar ! Als möglicher Grund mag der enorme Druck aufgrund der Wichtigkeit dieses potentiellen Treffers zum 6:0 oder aber auch die Nervosität aufgrund der brodelnden Atmosphäre im TSV-Sportpark für dieses „Kabinettsstück“ gewesen sein. In Wirklichkeit lag es aber wohl an solch einem Moment, den man sich selber nicht erklären kann. Glücklicherweise war der Geduldsfaden von Vorbereiter Hofmann in dieser Situation noch nicht gerissen und so bediente er wenig später erneut Fraaß, der dieses Mal den Gästekeeper umspielte und das Spielgerät auch wirklich bis ins Tor trug – 6:0. Die Gäste wurden nun mutiger und kamen durch einen absolut unhaltbaren Gewaltschuss zum 1:6 Anschlusstreffer. Wenig später machten sie zweimal Bekanntschaft mit dem Bad Bernecker Aluminium. Auf der anderen Seite bewies dann der starke André Russ Köpfchen und bugsierte das Leder nach schöner Bahar-Flanke zum 7:1 in die Bayreuther Maschen. Doch schlugen die von FC-Publikumsliebling Thomas Schmidt unermüdlich angetriebenen Wagnerstädter prompt zurück und verkürzten auf 2:7. Volkan Bahar zeigte sich damit nicht einverstanden und stellte mit seinem Treffer zum 8:2 nach toller Russ-Vorarbeit den alten Abstand wieder her.

Am Ende feierte man einen verdienten 8:2 Kantersieg und setzte damit die mittlerweile beeindruckende Siegesserie fort. Auf Seiten der Kurstädter ragte vor allem Russ heraus, der bei jedem seiner blitzschnellen Vorstöße ein heftiges Zähneklappern in der FC-Defensive hervorrief. Da jedoch zahlreiche FC-Akteure ziemlich zahnlos agierten, konnte der TSV seinem Anhang an diesem Abend zahlreiche fussballerische Leckerbissen bieten. Besonderer Dank gilt auch Referee Trautmann, der sich in den starken Auftritt der übrigen Bad Bernecker nahtlos einreihte.

 

Es spielten:

Gamper – Schaller, Wolf, Scholze, Thomann, Körber, Hofmann – Wolfrum, Lottes, J.Zink, Russ, Quindt - Heidenreich, Fraaß, Bahar.

 

Statistik:

1:0 Russ

2:0 J.Zink

3:0 J.Zink

4:0 Russ

5:0 Lottes

6:0 Fraaß

6:1

7:1 Russ

7:2

8:2 Bahar

 

Flo

FC Gefrees - TSV Bad Berneck 4:1 (1:1)

9.9.2011

 

Nachdem man letztes Jahr noch mit 8:2 in Gefrees gewonnen hatte, musste man bereits im Rückspiel erkennen, dass die Gefreeser personell stark nachgebessert haben. Die bittere 2:4 Heimniederlage wollte man dieses Jahr nun wieder wettmachen und begab sich selbstbewusst zum FC-Sportgelände. Noch vor wenigen Monaten fand sich dort die Weltelite des Trial-Motorsports ein und so konnten die einheimischen Sportfans nun erneut mit den TSV-Stars um Heidenreich, Feulner, Zink oder Wolf Sportler der Extraklasse bewundern. So blieb auch zu hoffen, dass sich die Gäste auf diesem weltmeisterlichen Terrain weltmeisterlich fühlen würden, um zu großen Taten an diesem Abend schreiten zu können.

Vor nicht ganz ausverkauften Rängen begann man selbstbewusst und zeigte den FC-Artisten, weshalb man zuletzt 7 Spiele in Folge gewonnen hatte. Diese Überlegenheit gab den Gefreesern mehr und mehr das Gefühl, in die Zeit vor 1929 zurückversetzt worden zu sein. Denn bis dahin lag dieser Ort unter Bernecker Verwaltung. Um dieses Gefühl noch zu zementieren, entschloss sich Schaltzentrale Heidenreich, das Spielgerät in Form einer Kugel nach toller Zink-Vorlage so zu platzieren, dass zum Stoppen des Balles ein Gefreeser Tornetz nötig sei. Die Anzeigetafel quittierte diese Aktion mit dem 1:0 aus Gästesicht. Leider versäumten es die Kurstädter nun, die Anzeigetafel in Bewegung zu halten. Zu hastig übergab man weitere Chancen. Besser machten es dann die Platzherren und gönnten nun dem Spielgerät eine Bekanntschaft mit den Bad Bernecker Maschen – 1:1.

Die Kabinenpredigt der FC-Verantwortlichen schien genau den richtigen Ton getroffen zu haben. Die Männer aus der Stadt mit dem Ortsteil Kirschbaumeinzel schalteten nun einige Gänge höher und sorgten dafür, das Gefühl der Bernecker Verwaltung mehr und mehr abzulegen. Das Resultat war der 2:1 Führungstreffer. Von den eigenen Fans nun frenetisch angefeuert spielten die FCler weiter mutig nach Vorne und wurden für ihren Mut auch belohnt. Zunächst notierten die Statistiker das 3:1, ehe sie nochmals die Notizblöcke aus ihren Taschen holen mussten, um das 4:1 zu notieren. Dies stellte dann auch den Endstand dar und so wurde an diesem Abend mal wieder bewiesen, dass jede Serie ein Ende findet.

Nächste Woche reist man zum Lokalderby nach Himmelkron. Nach mehreren Auftaktpleiten zu Saisonbeginn war der Sieg im Hinspiel gegen Himmelkron der Start einer beeindruckenden Siegesserie. Am besten man orientiert sich daran und versucht nun, erneut mit Himmelkron als Beginn eine ähnliche Serie zu starten. Dem Anhang der Klang-Kicker käme dies sicher nicht ungelegen.

 

Es spielten: Gamper – Feulner, Hofmann, Wolf, Scholze – Thomann, Quindt, Körber, J.Zink, Th.Zink, Heidenreich – de Gaetani, Linhardt.

 

Statistik:

0:1 Heidenreich

1:1

2:1

3:1

4:1

 

Flo (Herzlichen Dank an Rainer Gamper für die ausführlichen Infos !)

 

TSV Himmelkron - TSV Bad Berneck 1:9 (1:4)

16.9.2011

 

Nach der bitteren Pleite von letzter Woche in Gefrees wollte man den mitgereisten TSV-Enthusiasten wieder Grund zum Jubeln bieten. Personell feierte Serkan Güner sein Saisondebüt und auch Andre Russ von der Lizenzspielerabteilung sagte sein erneutes Mitwirken zu. Mit Heidenreich, Körber, Schaller oder Feulner suchte man allerdings auch mehrere Hochkaräter vergebens auf dem Spielberichtsbogen.

Mit Julian Glass auf der Liberoposition begann der TSV das Nachbarderby und wollte von Beginn an deutliche Akzente setzen. Dies schien jedoch zunächst gründlich daneben zu gehen. Nach einem weiten Ball nach Vorne überwand der Himmelkroner Angreifer wie aus dem Nichts Keeper Maßberger zur umjubelten Führung der Gastgeber. Und es dauerte nicht lange, da hatte der vom SV Lanzendorf via Leihgeschäft verpflichtete Mittelfeldregisseur „Richie“ durch einen Freistoß das 2:0 auf dem Schlappen. Die Kurstädter sortierten sich dann wieder besser und kamen durch Dauerbrenner Zink nach schöner Kraus-Vorlage zum verdienten Ausgleich. Man schnürte nun weiterhin den Gegner in dessen eigener Hälfte ein und prüfte mehrfach die Festigkeit des Himmelkroner Torgestänges. Erst Matthias Kraus gelang nach tollem Russ-Solo die bejubelte 2:1 Gästeführung. Die Klosterstädter igelten sich nun mehr und mehr ein und wurden für ihre Passivität durch Jörg Zink bestraft – 3:1. Der TSV-Express begab sich nun auf die Überholspur und so dauerte es nicht lange, bis der flinke Kraus nur mit unlauteren Mitteln im Strafraum gestoppt werden konnte. Der Unparteiische zeigte daraufhin auf den Punkt und TSV-Defensivspezialist Alexander Thomann lief entschlossen an. Heraus kam ein Strafstoß aus dem Lehrbuch, welcher den 4:1 Pausenstand bedeutete. Leider aber agierte der TSV so spritzig, dass gleich bei 3 Akteuren (Scholze, Linhardt, Gamper) die Muskeln gezerrt wurden. So reduzierte sich der Kader mit einem Schlag von 14 auf nur noch 11 Mann.

Doch sollte die 2.Halbzeit noch erfolgreicher verlaufen. Die Himmelkroner erhofften sich durch einen schnellen Anschlusstreffer die Chance auf mehr, doch machte Ihnen der Mann der unzähligen Comebacks, Stefan Wolfrum einen Strich durch die Rechnung. Nach herrlichem Pass von Hofmann nahm er die Beine in die Hand. Als der einheimische Libero diesen Windhund auf sich zukommen sah, wusste er sich nur noch durch einen unkoordinierten Befreiungsschlag zu helfen. Dieser landete im Waschbrettbauch von Wolfrum und fiel von diesem vor seine flinken Füße. Von dort spielte er mit Russ einen Doppelpass und vollendete eiskalt zum 5:1. Dieser wichtige Treffer versetzte den Autobahnanreinern einen Genickschlag und fortan liefen sie ihren Gegenspielern fast nur noch hinterher. Hofmann zeigte sich noch gnädig, als er aus 25m das Leder die Latte streicheln ließ. Die Flügelflitzer Russ und Zink hatten wenig später wohl Angst, dass die Anzeigetafeln einrosten könnte. Um dies zu verhindern ließen sie das ledrige Spielgerät gleich drei weitere Male Bekanntschaft mit den Himmelkroner Tormaschen machen. So war die Anzeigetafel schon fast aus der Puste, weil sie binnen kürzester Zeit von 5:1 auf 8:1 sprang. Den Schlusspunkt setzte dann der starke Andre Russ mit seinem dritten Treffer zum 9:1 Endstand. Bei hervorragenden Lichtverhältnissen hatte man teilweise den Eindruck, dass die Heimmannschaft aufgrund des TSV-Angriffswirbel die Übersicht verlor. Der Referee nutze dann den letzten Sonnenstrahl, um noch einen kurzen Blick auf die Uhr zu werfen und daraufhin abzupfeifen.

Am Ende stand ein echter Kantersieg zu Buche. Grund hierfür war vor allem das schnelle Flügelspiel und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Die Gäste wurden in dieser Höhe etwas unter Wert geschlagen, präsentierten sich aber als faire Verlierer. In der Kabine feierte Wolfrum vor allem sein spielentscheidendes Tor und suchte vor lauter Begeisterung sogar eine Hose, welche er gar nicht mitgenommen hatte. Um dem TSV-Rekordcomebackspieler wieder etwas Bodenhaftung zu verleihen, erinnerte ihn TSV-Finanzminister Zink an den AH-Jahresbeitrag von 2000 Cent. Der BBS-Chef wies den Minister jedoch darauf hin, dass es eine Ehre ist, wenn er als Comebackweltmeister das AH-Trikot überhaupt über seinen Astralkörper streife. In der Tat scheinen die Wolfrum-Trikots auf dem Fanmarkt ein echter Renner zu sein. Es bleibt nun abzuwarten, ob der Merchandisingabteilung demnächst Sammelkarten mit Game-Worn-Jerseys des Torschützen herausbringt. Daran beteiligt sollte dann auch der Jahresbeitrag finanzierbar sein.

 

Es spielten:

Maßberger – Glass, Völkl, Hofmann, Thomann, Scholze, Güner – Wolfrum, J.Zink, Kraus, Russ – Fraaß, Linhardt, Gamper.

 

Statistik:

1:0

1:1 J.Zink

1:2 Kraus

1:3 J.Zink

1:4 Thomann (FE)

1:5 Wolfrum

1:6 Russ

1:7 Russ

1:8 J.Zink

1:9 Russ

 

Flo

TSV Bad Berneck - SG Laineck-Weidenberg 4:0 (0:0)

30.9.2011

 

Zum letzten Heimspiel des Jahres 2011 gab die SG Laineck-Weidenberg in der Arena der TSV-Virtuosen ihre Visitenkarte ab. Der Gast, welcher seit Monaten mit gewaltigen Personalproblemen zu kämpfen hat, war auch an diesem Abend zunächst nur zu zehnt. So begab man sich auf die Jagd nach einem elften Mann und warf seine Angel aus. Das Ergebnis war, dass man kurze Zeit später mit Rainer Hofmann einen ganz dicken Fisch am Haken hatte. Als der TSV grünes Licht gab und ausnahmsweise auf eine Ausleihgebühr verzichtete und auch sämtliche Versicherungsfragen von Rainer Hofmanns Beraterstab geklärt wurden, stand dem Match nichts mehr im Wege. Allerdings verübelten es die Gäste einem ehemaligen ASV-Akteur, dass dieser zu zahnlos war, um am ausgeworfenen Haken anzubeißen.

Vor einer gut gefüllten Fankurve, in welcher sich die verletzten TSV-Stars Gamper, Trautmann, Th.Zink und Maßberger unter die einheimischen Schlachtenbummler mischten, begannen beide Teams zunächst äußerst abwartend. Die Gäste standen tief und konzentrierten sich von Beginn an auf Konter. Die erste Chance eröffnete sich dann auch den Wagnerstädtern mit Weidenberger Einschlag, als der in der Kurstadt als Zuchtmeister fungierende Kellner aus kurzer Distanz die Kugel per Kopf über das TSV-Gehäuse bugsierte. Wenig später parierte BRK-Drahtzieher Schaller einen Flachschuss von Raps, ehe die angereiste Fusion um ein Haar durch einen sehenswerten 30m-Heber von Thauwald in Führung gegangen wäre. Doch erkannten die Luchsaugen von Keeper Schaller sofort, dass die von Leder umhüllte Luft nicht in der Stimmung war, um sich in die Bad Bernecker Maschen zu senken. Auf der anderen Seite zeigte zunächst Fraaß, wie es aussieht, wenn man das Kopfballspiel nicht beherrscht, ehe Feulner mehrfach am aufmerksamen Gästetorsteher Fuchs scheiterte. Als sich erneut Feulner in Richtung Gästetor auf den Weg machte und auf dieser Reise beim Lainecker Libero Marka durch unlauteres Spiel dicke Minuspunkte sammelte, begann die Phase, als sich die Lippen mehr als die Beine bewegten. Der Gefoulte sah sich gezwungen, dem wandelnden Gewaltschuss mit deutlichen Worten zu begegnen. Darüber zeigte sich der Angesprochene wenig erfreut und ließ die sich nun in der Luft befindenden Kraftausdrücke postwendend zurück in Richtung des Gästeliberos wandern. Schon fühlten sich Akteure beider Teams als Anwälte ihrer Mandanten berufen und mischten bereitwillig im Verteilen von hitzigen Buchstabenaneinanderreihungen mit. Für den Außenstehenden entstand der Eindruck, dass man mit der Einladung zu einem Geduldspiel in dieser Phase wohl wenig Erfolg gehabt hätte. Man versuchte sich nun wieder mehr auf das Sportliche zu konzentrieren, obwohl hin und wieder erneut die Lippen die Oberhand über die Beine gewannen. Kurz vor dem Pausentee eröffnete sich für den Angelmeidenden TSV-Angreifer Fraaß die Riesenchance zur Führung. Nach herrlichem Körber-Zuspiel marschierte der ehemalige Lainecker Akteur allein auf das Gästetor zu. Doch zeigte er sich mit den alten Kameraden noch zu sehr verbunden, als er ziemlich kläglich der Kugel die Gelegenheit gab, die Standfestigkeit des linken Fußes von Keeper Fuchs zu prüfen. So zeigte die Anzeigetafel ein torloses Remis zur Halbzeit an.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte präsentierten sich die von Hofmann Unterstützten als hartnäckiger Gegner, welcher jederzeit auf blitzschnelle Konter lauerte. Die Kurstädter agierten teilweise zu einfallslos und so plätscherte die Partie vor sich hin. Erst als TSV-Wiesel Zink auf die Reise geschickt wurde und vom Lainecker Manndecker Peplau von den Beinen geholt wurde, bündelte Referee Nüssel seine Luft, um diese in seine Pfeife wandern zu lassen. Das Ergebnis war ein nicht unumstrittener Strafstoß für den TSV. Die Fernsehbilder vermittelten den Eindruck, dass der Gästedefender noch minimal das Spielgerät berührte, ehe er Zink den Boden küssen ließ. Volkan Bahar interessierte diese Diskussion weniger und so verwandelte er den Strafstoß sicher zur Führung der Einheimischen. Die Gäste schlugen um ein Haar jedoch postwendend zurück, als Pelz mit seinem Hammer nur um Haaresbreite scheiterte. Von diesem Gewaltschuss inspiriert, zog TSV-Mittelfeldstratege Feulner wenig später aus 20m eiskalt ab. Gästekeeper Fuchs hatte in diesem Moment seine Hände falsch sortiert und gönnte dadurch dem runden Spielgerät eine erneute Bekanntschaft mit den Bad Bernecker Maschen. Die tapfer kämpfenden Gäste waren nun mit ihrem Latein am Ende und schienen den Kopf in den Sand zu stecken. Das Resultat war das 3:0. Nach einer schönen Kombination über Heidenreich, Lottes und Fraaß vollendete der TSV-Allrounder Lottes trocken zum 3:0. Wenig später schickte Feulner den Torschützen erneut auf die Reise, welche dieser jubelnd beendete – 4:0. Daraufhin wiesen einige Gästeakteure den Fleischereifachbereichsleiter Nüssel vehement darauf hin, dass die Sonne schon längst die Zuschauerränge verlassen hat und sich bereits auf der Heimreise befindet. Ihre Feuer und Bengalos hat sie leider mitgenommen, so dass für eine Weiterführung des Spiels nun bald wohl Nachtsichtgeräte benötigt würden. Nachdem kurz darauf wieder einmal ein paar Hitzköpfe auf Energiezufuhr schalteten, überdachte Referee Nüssel die Argumente der Sonnenbeobachter und beendete in Übereinstimmung mit seiner Uhr die Partie.

Obwohl sich die Gäste wirklich wacker schlugen und gerade kämpferisch dem TSV in nichts nachstanden, ging der Sieg für die Kicker aus der Zinnert-Metropole letztendlich in Ordnung. Vielleicht fiel er um ein bis zwei Tore zu hoch aus. Insgesamt litt die Partie zum einen an einem häufig umständlichen und zerfahrenen Spiel der Heimelf, zum anderen war eine gewisse Anspannung und aufgeheizte Atmosphäre von Seiten der Gäste, welche sich schon vor Anpfiff andeutete und dann immer wieder in Phasen des Spiels hervortrat, nicht zu leugnen. Glücklicherweise sollte sich diese dann nach Abpfiff etwas lösen. Der verletzte Keeper Maßberger beobachtete das ganze Spiel, wie seine Mitspieler ihre Gegner in die Zange nahmen. Um dann Gesehenes selber umsetzen zu können, nahm er nach Abpfiff zahlreiche Würstchen und Steaks wie Gegenspieler in seine Zange und verhalf dadurch den Fans und Akteuren zu einer echten Stärkung. Einzig Rainer Gamper konnte an diesem Abend den Wunsch nach seinem Traumfoto nicht realisieren. So plauderte er vor den anwesenden Journalisten aus dem Nähkästchen: „Als wir die Lainecker ziemlich im Griff hatten, sah ich meinem Idol Raimund Schaller den Wunsch nach Ablenkung ins Gesicht geschrieben. Davon motiviert schnappte ich mir eine Fotokamera und einen Klappstuhl. Ich begab mich in Richtung TSV-Strafraum, um dem an diesem Abend ziemlich bunt gekleideten BRK-Bereitschaftsleiter den Stuhl auf die Torlinie zu stellen, damit er sich auch mal setzen kann. Wenn er dann gesessen hätte, hätte ich ihn sofort ins Visier der Kamera genommen und mir ein Erinnerungsfoto unter dem Motto „Was der TSV-Keeper auch macht, es (er) sitzt“ geschossen. Doch leider zeigte sich der gerade auf der Bank weilende Weidenberger Spielleiter über solch grandiosen Einfälle meinerseits wenig erfreut und sorgte dafür, dass der Traum des Fotos wie eine Seifenblase zerplatzte.“ Es ist doch immer wieder erfreulich, wie kreativ sich selbst die Verletzten des TSV präsentieren. Ein besonderer Dank ergeht noch an Rainer Hofmann für sein unkompliziertes Ausleihgeschäft und an Toni Nüssel für seine Schiedsrichterdienste.

 

Es spielten: Schaller – Völkl, Scholze, Mudder, Wolf, Körber – Wolfrum, J.Zink, Lottes, Feulner, Quindt – Fraaß, Heidenreich, Bahar.

 

Statistik:

1:0 Bahar (FE)

2:0 Feulner

3:0 Lottes

4:0 Lottes

 

TSV Neudrossenfeld - TSV Bad Berneck 3:2 (3:0)

7.10.11

 

Mit dem TSV Neudrossenfeld wartete auf den TSV aus Bad Berneck ein richtig harter Brocken. Die Grün-Weißen sind im Bayreuther Fussballkreis als Meister ihres Fachs gefürchtet und untermauerten diesen Ruf bereits im Hinspiel, als sie einen 4:3 Auswärtserfolg in der Kurstadt feierten. Dennoch aber wussten die Einheimischen, dass die Gäste an diesem Abend keine Laufkundschaft sein werden. So erkundigte sich bereits vor Anpfiff der Neudrossenfelder Allrounder Alexander Klein: „Ist wieder dieser junge Hüpfer dabei, welcher das ganze Spiel ohne Ende läuft ?“ Gemeint hatte er damit TSV-Ikone Jörg Zink. Dieser plauderte auch gleich nachdem er vom TSV-Pressesprecher über diese Anfrage informiert worden war in die wartenden Mikrofone: „Habt ihr gehört, er hat nicht nur nach einem Hüpfer gefragt, sondern nach einem jungen Hüpfer.“

Personell musste der TSV unter anderem auf seinen Dauerbrenner Kraus, den Knipser mit Waschbrettbauch Wolfrum und die wandelnde Schaltzentrale Heidenreich verzichten. Ansonsten war man personell gut besetzt. Selbst der zuletzt in der Presse irrtümlicherweise als verletzt gemeldete Keeper Maßberger war wieder mit von der Partie. So konnte man in der Stadionzeitung lesen: „Um weiteren besorgten Anfragen meiner Fans vorzubeugen, muss ich unbedingt klarstellen, dass ich letzte Woche beruflich und nicht verletzungsbedingt zum Zuschauen gezwungen war.“

Von Anpfiff an war zu erkennen, dass sich an diesem Abend zwei Teams auf Augenhöhe begegneten. Beide Mannschaften standen kompakt in der Defensive und ließen zunächst auch nichts anbrennen. Man konzentrierte sich auf ein gepflegtes Passspiel und versuchte im richtigen Moment die Lücke zu finden. Doch galt der erste echte Aufreger einer spektakulären Situation: der TSV in Grün-Weiß konnte den jungen Hüpfer des TSV in Blau-Weiß nur durch eine im Regelwerk als nicht erlaubt beschriebenen Aktion vom Leder trennen. Das Leder war jedoch auf Seiten der Gäste und machte sich daher auf den Weg zum nächsten Bad Bernecker Akteur. Deshalb ließ der Referee sein Arbeitsgerät im Ruhezustand und entschied auf Vorteil. Doch gibt es auf Seiten der Kurstädter wohl einige, welche den Klang einer Trillerpfeife als wohltuende Musik empfinden, anders ist es wohl nicht zu erklären, dass vehement gegen die Vorteilsentscheidung des Unparteiischen protestiert wurde. Es kam zu fast tumultartigen Szenen, da nun auch die Neudrossenfelder Gefallen am Benutzen ihrer Stimmbänder gefunden haben. Heraus kam ein wildes Gequake, wie man es sonst nur aus Froschteichen kennt. Als man sich dann wieder darauf besann, dass man hierher zum Fussballspielen und nicht zum Quaken gekommen war, schlug Neudrossenfeld eiskalt zu. Nach einem Pass in die Tiefe des Raumes lief ein einheimischer Angreifer aus abseitsverdächtiger Position allein auf Keeper Maßberger zu und brachte die Anzeigetafel in Bewegung – 1:0. Und es dauerte nicht lange, da musste der Bad Bernecker Torsteher schon wieder hinter sich greifen: eine weite Flanke fand genau den Kopf eines Neudrossenfelders, welcher überlegt zum 2:0 einköpfte. Die Platzherren strotzten nun so vor Selbstvertrauen und nutzen in dieser Phase aus, dass sich Fortuna mittlerweile ein grün-weißes Trikot übergestreift hat. Anders ist das 3:0 wohl nicht zu erklären. Nach einer weiten Flanke von halblinks rutscht der TSVN-Angreifer aus und brachte dabei den Bad Bernecker Altligastar Bernhard Mudder zu Fall. Dieser konnte sich leider der Zentrifugalkraft des Planeten nicht entziehen und wurde daher in Sekundenschnelle auf den Neudrossenfelder Rasen verfrachtet. Dadurch war sein Gegenspieler nun unbedrängt und konnte zum 3:0 einschieben. Auch wenn in dieser Aktion keine Absicht unterstellt werden kann, wäre ein Betätigen der Pfeife nach dem Fall Mudders mehr als angebracht gewesen. Somit mussten die Gäste aber mit einem bitteren 0:3 Rückstand zur Kabinenpredigt wandern.

In der zweiten Hälfte kam dann die Röhrenhofer Legende Rainer Gamper ins Spiel. Bekannt nicht nur wegen seines Doppel-Hattricks im SVR-Trikot sorgte er von Beginn an für Zähneklappern in der gegnerischen Defensive. Die Ölschnitz-Kicker übten nun mächtig Druck auf die Gastgeber aus und kamen nach schönem Lottes-Zuspiel durch den gerade eingewechselten Sturmtank zum 1:3 Anschlusstreffer. Nun rollte Angriff auf Angriff und so boten sich Chancen fast im Minutentakt. Feulner scheiterte mehrfach mit seiner Fertigkeit, die Kugel nicht gerade langsam in Richtung Tor zu befördern. Gamper verfehlte um Haaresbreite, da er nach eigener Aussage seine Stöckelschuhe nicht anhatte und nach einer scharfen Hereingabe prüfte der Neudrossenfelder Libero den eigenen Torhüter, welcher prächtig reagierte.

Auf der anderen Seite versuchten die Platzherren die Räume zum Kontern zu nutzen. Dabei kam es zu einer spektakulären und mehr als Spiel entscheidenden Situation. Rainer Hofmann begab sich ca. 40m vom Tor entfernt an der linken Außenlinie in den Zweikampf mit seinem Gegenspieler. Dieser zog an Hofmann vorbei, vergaß dabei aber die Spielfeldbegrenzung und beförderte das runde Spielgerät für den Bruchteil einer Sekunde über diese. Rainer Hofmann war diese Regelüberschreitung dank seiner Luchsaugen sofort aufgefallen und so begann er seine Stimmbänder auf Hochtouren zu bringen. Er ließ den Gegenspieler sofort weiterlaufen und markierte stattdessen den Tatort. Dort stand er nun und posaunte unendliche Male in den Neudrossenfelder Nachthimmel: „Der Ball war aus !“ So wie Herbert Zimmermann 1954 im WM-Finale von Bern explodierte „Aus, Aus, das Spiel ist“ tobte Hofmann nun mit mindestens genau soviel Enthusiasmus „Aus, aus, der Ball war aus !“ Die Gastherren waren so überrascht aufgrund des emotionalen Vulkanausbruchs an der Seitenlinie, dass sie eine drei gegen eins Überzahl-Situation ungenutzt ließen. Als der Ball dann endgültig im Aus war, knöpfte sich der „Aus-Brüllende“ den Referee vor und forderte vehement einen Linienrichter. Der Unparteiische antwortete postwendend „Dann bring doch selber einen mit !“ Davon inspiriert wies Hofmann im Stile eines nimmer müde mit der Fahne wedelnden Linienrichters darauf hin, dass der Ball aus war. „er war aus, er war aus, der Ball war aus !!!“ Mittlerweile versuchten zahlreiche Mitspieler Hofmann zu beruhigen, aber er war immer noch in Rage und forderte „Aus, Aus, der Ball war aus.“ Daraufhin platzte Keeper Maßberger der Kragen und er tobte vor Wut und brüllte, dass selbst Löwen vor Erfurcht erstarrt wären. Doch was war die Reaktion von TSV-Stimmbandakrobat Hofmann ? „Aber er war aus.“ Nach minutenlangem Balancieren des Satzes „Der Ball war aus“ konnte man dann irgendwann die von Leder umhüllte Luft wieder zum Rollen bringen. TSV-Sturmlegende Udo Thomala gelang es wenig später, diese per Kopf in die Neudrossenfelder Maschen zu zelebrieren. Damit war der Anschluss geschafft – und das trotz des Schocks, dass immer noch nicht geklärt war, ob der Ball zuvor aus war. Die Fichtelgebirgskicker hatten nun noch knappe zehn Minuten, um den Ausgleich schaffen zu können. Leider aber sollte ihnen dies nicht mehr gelingen, so dass sie am Ende mit einer äußerst unglücklichen Niederlage die Segel streichen mussten. Bad Berneck war mindestens auf Augenhöhe mit den starken Gastgebern und hätte sich redlich einen Punktgewinn verdient. Besonders lobenswert war, dass die Männer um den jungen Hüpfer Zink niemals aufsteckten und alles gaben – und ging es auch nur um die Frage, ob der Ball aus war.

Nach dem Spiel griffen die anwesenden Journalisten auf der Pressekonferenz die Spiel entscheidende Frage, ob der Ball denn aus war, erneut auf. Rainer Hofmann gab darüber dann auch bereitwillig Auskunft: „Ohne Linienrichter kann man so eine knifflige Frage auf diesem Niveau nicht klären. Da ich erkannt habe, dass es den Gastgebern nicht gelungen war, an diesem Abend Linienrichter zu stellen, habe ich den Schiedsrichter einen kurzen Moment auf ruhige und sachliche Art und Weise darauf hingewiesen, dass der Ball eventuell aus war. Ich glaube kaum, dass das jemand anderes entspannter hätte tun können als ich.“ Torschütze Thomala stieß ins gleiche Horn, als er den Berichterstattern in die Notizblöcke diktierte: „Ich habe hier noch nie ein Punktspiel verloren. Und nun spiele ich mit den AH und verliere. Der entscheidende Unterschied war wohl, dass bei Punktspielen Linienrichter eingesetzt werden.“ Hofmann konnte dabei nur zustimmend nicken. TSV-Spielführer Lottes wollte dann die Diskussion um diese elementare „Akte Aus“ beenden und gab bekannt, dass am 19.11. die diesjährige Saisonabschlussfeier der AH stattfinden soll. Vielleicht kann dabei nochmals die „Akte Aus“ geöffnet werden.

 

Es spielten: Maßberger – Völkl, Hofmann, Körber – Fraaß, Mudder, Lottes, Zink, Feulner, Quindt – Linhardt, Gamper, Thomala.

 

Statistik:

1:0

2:0

3:0

3:1 Gamper

3:2 Thomala

 

TSV Bad Berneck – TSV Bindlach 1:5 (1:2)

22.10.2011

 

Im letzten Saisonspiel musste der TSV fast auf seine gesamte Stammformation verzichten. Mit Zink, Lottes, Feulner, Kraus, Völkl, Gamper Linhardt, Schaller, Bahar oder Thomann fehlten Spieler, welche mit Sicherheit so manches Teenie-Zimmer als Poster zieren, da sie für ihre Klasse und Vorbildfunktion weithin bekannt sind. Zudem konnten Hofmann, Körber und Wolfrum nur als Teilzeitkräfte agieren. Somit war der TSV aus der Kurstadt gezwungen, mit einer gänzlich neuen Formation anzutreten. Als Eckpfeiler dienten nun Libero Bernhard Mudder, Mittelfelddirigent Günther Heidenreich und Sturmführer Udo Thomala. Hinzu gesellte sich der als Free Agent verpflichtete Markus Horntrich, welcher sein Saisondebüt im blau-weißen Trikot feierte. Das erste Schnippchen schlug man den Gästen bereits vor Anpfiff: nachdem man festgestellt hatte, dass sämtliche Gästekabinen sich eigenmächtig weigerten, ihre Schlösser zu öffnen, mussten sich die Bindlacher Bären mit der Behelfskabine „Auf dem Gang“ zufrieden geben. Diese bestach durch ihre Geräumigkeit verbunden mit einem herrlichen Blick durch große Glasfenster auf das Bad Bernecker Schulgelände. Davon inspiriert wanderten die Bayreuther Vorstädter gut erholt und selbstbewusst auf das Bad Bernecker Grün.

Dort zeigten die Gäste dann auch gleich, weshalb sie bei den Buchmachern als Favorit galten. Durch schnelles Kombinationsspiel ließen sie Ball und Gegner laufen. Die Bad Bernecker sahen in der Anfangsphase ihre Gegenspieler zumeist nur von hinten und so war die zwangsläufige Konsequenz, dass der Gästefanblock jubeln durfte. Nach einer blitzschnellen Kombination im Strafraum vollendeten die von Gerald Kolb Regierten eiskalt zur 1:0 Führung. Auf der anderen Seite tat sich nur wenig. Die Platzherren waren bemüht, fanden aber zumeist kein Durchkommen durch die wie ein Spinnenetz dicht gewebte Gästeabwehr. So dauerte es nicht lange, ehe die Bären ein zweites Mal ihren Torhunger stillten. Auch dieses Mal war Keeper Maßberger machtlos. Der nun mittlerweile eingewechselte Experte für Seitenaus-Fragen Rainer Hofmann verlieh dem Bad Bernecker Spiel nun mehr Elan und so ergab sich ein Freistoß vom Strafraumeck. Diesen traute der bekennende SV Lanzendorf-Fan Udo Thomala nur sich selber zu. So trat er mit der Absicht an, das Leder ins kurze Ecke zu verwandeln. Heraus kam aber eine herrliche Bogenlampe, welche sich frohlockend über ihre gerade erhaltene Streicheleinheit genüsslich in die Bindlacher Maschen senkte. Dieser sehenswerte Anschlusstreffer gab den Kurstädtern wieder Selbstvertrauen und so taten sich die Bindlacher nun deutlich schwerer. Zudem gesellte sich mit Roland Körber ein Meister seines Fachs zur Klang-Elf. Zum Seitenwechsel zeigte die Anzeigetafel dann eine knappe Gästeführung.

Doch ereilte die Einheimischen zur Halbzeit die nächste Hiobsbotschaft: der in Fankreisen äußerst beliebte Stefan Wolfrum kündigte an, aufgrund vertragsrechtlicher Verpflichtungen mit der Lizenzspielermannschaft nur noch 10 Minuten sein fussballerisches Können zur Schau zu stellen. Davon schockiert merkte man den Repräsentanten der Zinnert-Metropole eine nicht zu leugnende Verunsicherung an. Lediglich Mittelfeldstratege Heidenreich packte einen echten Knallbonbon aus. Er dirigierte seine Mitspieler in den Strafraum um dann selber das runde Spielgerät zu verzaubern. Als alle bereit waren und einen Geniestreich erwarteten, kam dieser auch. Jedoch erfreuten sich ausschließlich die Bindlacher daran. Die Wasserknodener Legende spielte die Kugel dem nur wenige Meter entfernt stehenden Gästeakteur direkt in die Beine. Damit galt ab sofort, schleunigst den Rückwärtsgang einzulegen, um die Bindlacher Antilopen wieder einzufangen. Lediglich bei Regisseur Heidenreich klemmte in diesem Moment die Gangschaltung. Die Rot-Weißen fanden nun mehr und mehr zu ihrem Kombinationsspiel zurück und spielten mit den Einheimischen teilweise Katz und Maus. Keeper Maßberger konnte zwar noch mehrmals glänzend retten, doch dauerte es nicht mehr lange, ehe die Gäste auf 3:1 davonzogen. Wie aus heiterem Himmel eröffnete sich dann Thomala die Chance zum Anschlusstreffer, doch verzog er aus kurzer Distanz. Die Bindlacher Bären packten nun wieder ihre Pranken aus und zelebrierten das Spielgerät zwei weitere Male in die Bad Bernecker Maschen. Den Schlusspunkt setzte dann Rainer Hofmann, der mit einem Kunstschuss nur um Zentimeter scheiterte.

Obwohl auf Seiten des TSV fast die komplette Stammformation fehlte und man deshalb dem Gegner schlicht und einfach unterlegen war, muss man den Kurstädtern für ihren nie aufsteckenden Kampfgeist Lob zollen. Zudem war auch die Tatsache erfreulich, dass untereinander trotz dieser derben Niederlage eine positive Stimmung vorhanden war. Ein Sonderlob verdiente sich der äußerst kompromisslos agierende Libero Bernhard Mudder. Selbst der Gegner gratulierte ihm nach dem Spiel zu dessen Leistung: „Du hast ja ganz schön oft unsere jungen Hasen ganz schön alt aussehen lassen.“ Um die interkulturellen Verbindungen mit den Bären noch zu vertiefen, duschte man nach dem Spiel gemeinsam mit den Siegern des Abends. Denn die Türschlösser der Gästekabinen schalteten an diesem Tag auf stur und schienen den Gästen wohl auch zu verübeln, dass sie die Punkte aus der Kurstadt entführten. Anders ist ihre Starrsinnigkeit wohl nicht zu erklären. Die Freiluftsaison ist für das Jahr 2011 nun beendet. Fans, die ihre Idole auch in den Wintermonaten sehen möchten, müssen ab November Samstags zur Dreifachturnhalle pilgern.

 

 

Es spielten: Maßberger – Mudder, Wolf, Scholze, Hofmann – Quindt, Wolfrum, de Gaetani, Heidenreich, Körber, Horntrich – Fraaß, Thomala.

 

Statistik:

0:1

0:2

1:2 Thomala

1:3

1:4

1:5

Torschützenliste 2011

13        J.Zink

7          Gamper

7          Lottes

6          Feulner

6          Russ

5          Fraaß

4          de Gaetani

4          Thomala

3          Linhardt

3          Kraus

2          Wolfrum

2          Bahar

1          Hofmann

1          Glass

1          Thomann

1          Heidenreich

1          Th.Zink

1          Eigentor

Jahresbilanz 2011

19 Spiele, 11 Siege, 8 Niederlagen

Torverhältnis: 68:45 (+23)