TSV Donndorf - TSV Bad Berneck 2:2 (2:1)

27.9.2013

 

Mit dem TSV Donndorf lud eine der stärksten AH-Mannschaften im Landkreis den TSV zum Stelldichein. So war es wenig verwunderlich, dass die Kurstädter einen Kader präsentierten, welchen man sich als Fan jede Woche gewünscht hätte. Jedoch zeigte sich Donndorf wenig beeindruckt und legte los wie die Feuerwehr. Nach einem harmlosen Pass zeigte der Ball wenig Begeisterung für eine Begegnung mit den Füßen des TSV-Torstehers. So umkurvte das Leder Keeper Schönauer, ehe es sich dann bereitwillig von einem Donndorfer Angreifer ins leere Tor bugsieren lies. Doch zeigten sich die Kurstädter davon wenig beeindruckt und machten mächtig Dampf. Zunächst scheiterten Fraaß nach einem Feulner Abpraller und Zink per Kopf nur knapp, ehe die Stunde von Sturmführer Thomala schlug. Aus einem Gestochere heraus verwandelte er die Kugel kalt wie eine Hundeschnauze zum 1:1 Ausgleich. Leider dauerte es wieder nicht lange, ehe der TSV aus Bad Berneck das nächste unglückliche Gegentor fing. Nach einer Kerze im Strafraum schraubte sich der gegnerische Stürmer in die Luft und köpfte zum 2:1 für seine Farben ein. Die Gäste taten sich nun schwer und blieben zu häufig in der engmaschigen TSVD-Defensive hängen. Zudem schmerzte der verletzungsbedingte Ausfall von Bahar. Somit zeigte die Anzeigetafel zur Pause einen bitteren 1:2 Rückstand.

Zu Beginn der 2.Hälfte legten die Gäste dann noch mehr Kohlen ins Feuer und drängten die Platzherren in deren eigene Hälfte. Doch standen diese in der Defensive zumeist gut, so dass die Kicker aus der Zinnert-Metropole zwar zu Möglichkeiten kamen, diese zunächst aber nicht unbedingt zwingend waren. Auf der anderen Seite konterte Donndorf jederzeit brandgefährlich, was teilweise aber auch mit Stellungsfehlern der TSV-Defensive zu tun hatte. So musste Keeper Schönauer mehrfach im Stile eines Klassemanns retten. 15 Minuten vor Schluss fiel dann endlich das erlösende 2:2. Nach einer herrlichen Kombination über Lottes und Thomala, schloss Jörg Zink eiskalt ab. Die Gäste warfen nun alles nach Vorne und waren in der Schlussphase drückend überlegen. Feulner scheiterte knapp, Kraus traf den Pfosten und Thomala wurde elfmeterreif gefoult, jedoch blieb die Pfeife des Referees stumm. So trennten sich am Ende zwei starke Teams mit einem 2:2 Remis.

Es war erfreulich, dass es seit längerem mal wieder gelang, eine wirklich schlagkräftige Truppe mit mehreren Wechselspielern ins Rennen schicken zu können. Die Mannschaft zeigte eine geschlossene Leistung, in der jeder sein Bestes gab. Leider musste das darauf folgende Spiel in Neudrossenfeld aufgrund Personalmangels wieder abgesagt werden. Nun steht noch ein Termin am 18.10. in Münchberg aus. Es bleibt für die Zukunft sehr zu hoffen, dass sich nächste Saison die angespannte Personallage entspannt. Am Rande der Bande in Donndorf ließ Defensivallrounder Klaus Scholze verlauten, dass er seine aktive Karriere zum Jahresende beenden wird.

 

Es spielten:

Schönauer – Lottes, Kolb, Körber, Hofmann, Thomann – Wolfrum, Kraus, Feulner, Zink, Fraaß, Schittko – Bahar, Thomala.

 

Statistik:

1:0

1:1 Thomala

2:1

2:2 Zink

 

ASV Laineck - TSV Bad Berneck 3:7 (1:1)

30.8.2013

 

Nach großen Personalsorgen auf beiden Seiten schafften es beide Teams letztendlich doch, eine komplette Mannschaft aufzubieten. Da der Kartenvorverkauf überdurchschnittlich erfolgreich verlief, war dem Veranstalter die Erleichterung anzumerken, dass das Spektakel durchgeführt werden konnte. Auf den VIP-Tribünen fanden sich zahlreiche ASV-Legenden wie Vereinsikone Peter Eichhorn, Ex-Libero Manfred Horn oder der Assistenztrainer der Lizenzspielerabteilung Klaus Schröder. Und wer ganz genau hinsah, entdeckte mit Jörg Böhner und Tobias David zwei Fanlieblinge der jüngeren Vergangenheit. Während bei den Gastgebern große Namen wie Tom Truman, Daniel Marka oder Tino Unterbrurger fehlten, konnte man auf Seiten der Kurstädter einen ansehnlichen Kader aufbieten. Kurios war hierbei, dass mit Fraaß, Schittko, Schönauer und Gottschalk gleich 4 Akteure dabei waren, welche früher schon mal das ASV-Trikot übergestreift hatten.

Von Anpfiff an zeigte sich, dass beide Teams offensiv aufgestellt waren. Vor allem auf Seiten der Gastgeber hatte man mit Manuel Müller einen ständigen Unruheherd in die TSV-Defensive hinein geschmuggelt. Auf der anderen Seite bissen die Gäste zunächst auf Granit, da ASV-Libero Bachofner Zement anrührte. Matthias Kraus bewies dann jedoch den mitgereisten Gästefans, dass er das Fussballspielen nicht verlernt hat und brachte seine Farben per Heber in Front. Auf der anderen Seite eröffnete sich Angreifer Dönicke die erste wirklich gute Chance. Die gesamte TSV-Abwehr konzentrierte sich auf Klassestürmer Müller und so nutzte Dönicke den sich bietenden Freiraum äußerst geschickt, scheiterte aber um Haaresbreite. Auch Müller selbst packte kurz darauf einen echten Knallbonbon aus, als er im Stile eines Filigrantechnikers die Kugel aus der Luft mit dem Oberschenkel annahm, sich blitzschnell drehte und sofort abschloss. Sein Ball ging jedoch über das TSV-Gehäuse. Die Gäste um Antreiber Hofmann legten nun einige Kohlen mehr ins Feuer und kamen zwangsläufig zu Chancen. Jedoch suchte man zu oft den schlechter postierten Mitspieler und brachte die Platzherren damit ins Spiel zurück. Kurz vor dem Pausentee schlugen die Einheimischen dann eiskalt zu. Nach einem Traumpass des starken Loh, vollendete Holger Thauwald kalt wie eine Hundeschnauze. Als der einheimische Fanblock seine Fahnen gerade wieder eingerollt hatte, rettete Keeper Fuchs mit einer Glanztat gegen Zink den 1:1 Pausenstand.

Zu Beginn der zweiten Hälfte witterten Bachofner und Co Morgenluft und kamen – angetrieben durch Mittelfeldmotor Alca – zu weiteren Chancen. Libero Kolb hatte nun alle Hände voll zu tun. Doch schwanden bei den Einheimischen die Kräfte, so dass die Gäste aus der Zinnert-Metropole wieder besser ins Spiel zurück fanden. Umso bemerkenswerter war es, dass sich der Benjamin des TSV, Florian Gottschalk nicht zu sehr von der tollen Stimmung auf den Rängen beeindrucken ließ, sondern eine präzise Hereingabe von Kraus konzentriert abschloss. Hier zeigte sich einmal mehr, wie wichtig es ist, sich auf solch ein Spiel zu konzentrieren. Und es dauerte nicht lange, da wuselte sich der ehemalige ASV-Akteur Fraaß in seinem 150. Altligaeinsatz durch die Eisenfüße Marschall und Peplau hindurch und vollendete mit einem Beinschuss zum 3:1. Die ASV-Ballartisten steckten nun den Kopf zusehends in den Sand und so zog sich die Schlinge immer enger zu. Matthias Kraus nutzte eine Unsortiertheit der Hände von Keeper Fuchs eiskalt zum 4:1 aus Gästesicht. Jörg Zink scheiterte danach aus einer sehr schwierigen Situation, als er mutterseelenallein ASV-Keeper Fuchs auf ein Tänzchen einlud. Leider geriet Zink dabei aus dem Takt und hatte auch im Anschluss daran nur Augen für sein Tanzidol Feulner. Dessen Aktien standen bislang noch nicht allzu gut, zu oft biss er sich die Zähne an der vielbeinigen ASV-Defensive aus. Seinen nächsten Gewaltschuss konnte Torsteher Fuchs nur noch nach vorne abwehren, wo Fraaß zum 1:5 vollendete. Jörg Zink machte sich nun auch daran, seinen Namen in die Torschützenliste einzumeiseln. Aus spitzem Winkel schob er zum 1:6 ein. Der Ball bekam nun auch Lust, die Bad Bernecker Tormaschen zu begrüßen. So tat ihm ASV-Angreifer Dönicke nach tollem Loh-Zuspiel den Gefallen und netzte zum 2:6 ein. Wer jedoch nun hoffte, der ASV macht in diesem Stil weiter, wurde nur wenige Sekunden später eines Besseren belehrt. Markus Trautmann erhielt das Leder vom Anstoß weg und spazierte leichtfüßig wie eine Ballerina durch die ASV-Defensive, welche in dieser Situation ehrfurchtsvoll Spalier stand. Am Ende seiner Reise zelebrierte Trautmann das Leder zum 2:7 in die Lainecker Maschen. Sturmtank Müller hatte nun genug und schob dem ASV-Angriffsexpress endgültig einen Riegel vor. Er positionierte sich selbst auf die Liberoposition und machte hinten ein für alle mal dicht. Diese taktische Umstellung machte sich rasch bezahlbar, indem der emsige Berthold Loh die von Leder umhüllte Luft zum 3:7 Endstand in die Bad Bernecker Maschen versenkte. Der TSV hätte sicher noch das ein oder andere Tor mehr erzielen können, vor allem die Mittelfeldachse Kraus-Zink-Feulner, welche sich jederzeit gegenseitig mit Zuspielen bediente, fabrizierte ab und an ein kleines Zuspielchen zu viel. Andererseits muss man froh sein, dass der ASV dank Neulibero Müller erst relativ spät diesen genialen taktischen Schachzug vollzog. Am Ende zeigte die Anzeigetafel einen vielleicht etwas zu hoch ausgefallenen 7:3 Erfolg für die Gäste aus dem Fichtelgebirge.

Äußerst positiv muss die faire Spielweise beider Teams bewertet werden, welche dem exzellent leitenden Referee Marka einen geruhsamen Abend bereitete. Während in der ersten Hälfte beide Teams zumindest zeitweise auf Augenhöhe agierten, verschoben sich die Kräfteverhältnisse in der 2.Spielhälfte eindeutig in Richtung der Ölschnitztalkicker. Gerade die laufstarke Mittelfeldachse um Wiesel Zink, Aktionär Feulner, Windhund Kraus und Ballerina Trautmann sorgte ständig für Unruhe und den damit verbundenen Kräfteverschleiß auf Seiten des ASV. Sturmtank und Libero in Personalunion Manuel Müller teilte diese Meinung nach Spielschluss aber nur sehr bedingt: „Wir hätten die Bälle flach halten müssen und schneller spielen müssen. Gegen Ende hin hat man gesehen, wie wenig Räume die Gäste haben, wenn man richtig steht.“ Im Anschluss an dieses unterhaltsame Beispiel für Fussballkunst luden die Gastgeber zu einem gemeinsamen Stelldichein mit Bier und Bratwürsten, was die freundschaftliche Atmosphäre an diesem Abend noch verstärkte.

 

 

TSV Bad Berneck:

Schönauer – Kolb, Scholze, Thomann, Hofmann – Trautmann, Gottschalk, Feulner, Zink, Kraus – Schittko, Fraaß.

 

ASV Laineck:

Fuchs – Bachofner, Marschall, A.Peplau, E.Peplau – Alca, Thauwald, Meyer, Körber, Loh – Müller, Dönicke.

 

Statistik:

0:1 Kraus

1:1 Thauwald

1:2 Gottschalk

1:3 Fraaß

1:4 Kraus

1:5 Fraaß

1:6 Zink

2:6 Dönicke

2:7 Trautmann

3:7 Loh

 

SV Heinersreuth – TSV Bad Berneck 6:3 (3:2)

9.8.2013

 

Bereits vor Anpfiff war den TSV-Verantwortlichen bewusst, dass das Kerwaspiel in Heinersreuth kein Zuckerschlecken wird. So boten die Gastgeber das Beste auf, was in der Bayreuther Vorstadt fussballerisch vorhanden ist. Auf Seiten der Kurstädter gab es auch dieses Mal die mittlerweile regelmäßigen Personalprobleme. So war man froh, dass man überhaupt eine Mannschaft auf die Beine stellen konnte und mit Schittko wurde kurzfristig ein Akteur der SpVgg Bayreuth unter Vertrag genommen. Zudem gesellten sich mit Efinger und Becirovic 2 Hoffnungsträger der Bad Bernecker Talentschmiede dazu.

Nach vorsichtigem Abtasten wurde den Gästen rasch bewusst, dass die Gastgeber das Fussballspielen beherrschen. Mehrere Meister ihres Faches sorgten immer wieder für gefährliche Nadelstiche, so dass Altligalegende Mudder als Libero häufig in letzter Sekunde retten musste. Einen der wenigen Entlastungsangriffe nutzte Jörg Zink dann eiskalt zur Bad Bernecker Führung. Die Platzherren schalteten nun einige Gänge höher und kamen nach einer tollen Ballstafette zum verdienten Ausgleich. Nach einem Wechselfehler der Klangkicker ging Heinersreuth in Führung. Jörg Lottes hätte kurz darauf um ein Haar für den Ausgleich gesorgt, jedoch trug die Latte ein Heinersreuther Trikot. So war es Jacek Schittko per Kopf vorenthalten, nach herrlicher Zink-Flanke den Gästefanblock zum Kochen zu bringen. Doch dauerte es keine 60 Sekunden, ehe die Einheimischen erneut in Front gingen. Somit lagen die Bad Bernecker zur Pause mit 2:3 im Hintertreffen. Noch schlimmer war jedoch der verletzungsbedingte Verlust von Youngster Efinger.

Zu Beginn der 2.Hälfte stellte man personalbedingt um. Für den verhinderten Bahar gab Becirovic sein Saisondebüt und agierte als vielseitiger Stoßstürmer. Doch machten die Heinersreuther weiterhin mächtig Dampf. Angetrieben von Eishockeylegende Horst Bärnreuther ließen sie den Gästen kaum Luft zum Atmen. Nachdem sich mit Rainer Völkl der Kopf der Abwehr verletzte, konnten die Gäste nicht mehr viel entgegen setzen. Heinersreuth scheiterte zunächst mehrfach am überragenden Keeper Schönauer oder am Torgestänge ehe man dann doch auf 4:2 davon zog. Körber schleppte sich angeschlagen durch, Scholze musste verletzungsbedingt das Feld verlassen, so dass Bad Berneck fortan in Unterzahl agierte. So fing man sich das 5:2, ehe Lottes nach tollem Solo am Pfosten scheiterte und Becirovic den Abpraller nur knapp verfehlte. Jörg Zink betrieb mit dem 5:3 nur noch Ergebniskosmetik, ehe Heinersreuth mit dem 6:3 endgültig den Sack zumachte.

Am Ende gab die angespannte Personalsituation mal wieder den Ausschlag. Die Gäste verkauften sich tapfer, aber gegen einen starken Gegner mit 4 Wechselspielern war am Ende kein Kraut gewachsen. Ein Sonderlob verdienten sich Keeper Schönauer und Jörg Zink, welcher mit seiner vorbildlichen Einstellung ein mehr als wertvoller Eckpfeiler für die AH-Abteilung des TSV ist. Es bleibt für die Zukunft zu hoffen, dass sich die Personalsituation verbessert, ansonsten wird es schwer, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Dieses Szenario sollte aber mit allen Kräften versucht werden, abzuwenden. Dafür wird jeder Einzelne benötigt !!!

 

Es spielten: Schönauer – Mudder, Völkl, Körber, Scholze, Quindt – Lottes, Wolfrum, Efinger, Fraaß, Schittko, Zink – Bahar, Becirovic.

 

Statistik:

0:1 Zink

1:1

2:1

2:2 Schittko

3:2

4:2

5:2

5:3 Zink

6:3

 

ASV Hollfeld - TSV Bad Berneck 6:1 (3:1)

26.7.2013

 

Bereits vor Anpfiff hatte der TSV große Personalsorgen. Als dann noch eine Absage 15 min vor Beginn hinzukam, war das Spiel schon vor Anpfiff ein fast aussichtsloses Unterfangen. Die Gastgeber starteten erwartet stark und lagen bereits nach wenigen Minuten mit 2:0 in Front. Jörg Zink gelang per Freistoss das 1:2, jedoch fing man im Gegenzug das 3:1 für Hollfeld. Der TSV scheiterte daraufhin durch Fraaß und Quindt nur knapp, ehe die Platzherren das Heft vollends in die Hand nahmen. Lowack musste verletzungsbedingt ausscheiden, Zink spielte mit einer Prellung und so war es nur eine Frage der Zeit, bis das Debakel seinen Lauf nahm. In der 2.Hälfte erhöhten die Einheimischen auf 4:1, ließen noch das 5:1 folgen und machten am Ende das halbe Dutzend voll. Der TSV war nach einem weiteren verletzungsbedingten Ausfall von Körber mittlerweile in Unterzahl und hatte gegen einen läuferisch und spielerisch überragenden Gastgeber nichts mehr entgegenzusetzen. Einzig positiv war das faire Verhalten der Kurstädter und die Bereitschaft, sich einem solch aussichtslosen Unterfangen gestellt zu haben. Ein besonderer Dank gilt allen, welche die weite Anreise auf sich genommen haben. Für die Zukunft hat dieses Spiel gelehrt, dass Auftritte mit solch einer dünnen Personaldecke in der Sommerhitze nur wenig Sinn machen.

 

Es spielten: Schönauer – Völkl, Scholze, Thomann, Kolb – Körber, Trautmann, Quindt, Lowack, Efinger, Zink – Fraaß.

 

Statistik:

1:0

2:0

2:1 Zink

3:1

4:1

5:1

6:1

SV Röhrenhof - TSV Bad Berneck 1:4 (1:1)

5.7.2013

 

Im Rahmen der Röhrenhofer Sportplatzkerwa wurde den Fans der beiden Bad Bernecker Traditionsvereine ein echter Leckerbissen geboten. Dieses Lokalderby zog schon immer die Region in ihren Bann und so wurde auch an diesem Abend mit großen Namen nicht gegeizt. Namen wie Gunnar Albert, Hassan Seker, Jürgen Sauerstein, Heiko Vogel, Bernd Zimmermann oder Heiko Walter sind Streicheleinheiten für die Seele eines jeden SVR-Schlachtenbummlers. Aber auch auf Seiten des TSV las sich die Aufstellung wie eine Allstaransammlung der vergangenen 15 Jahre. Lediglich mit Wolfgang Marchner fehlte ein großer Name, jedoch wird sich dieser in Zukunft auf seine neue Aufgabe als Cheftrainer der Reservemannschaft konzentrieren müssen. Und auch in den Fanblocks war mit Rainer Gamper, Udo Sauerstein, Bomber Pecher, Udo Wolf oder SVR-Präsident Ulrich Trepl reichlich Prominenz anzutreffen. So war es wenig verwunderlich, dass Sympathisanten beider Lager in Scharen in den SVR-Sportpark pilgerten. Die Favoritenstellung war schwer auszumachen, was auch deutlich in den Wettbüros zu merken war. Vielleicht auch deshalb schlug der SVR wenige Tage vor dem Derby nochmals spektakulär auf dem Transfermarkt zu: mit dem ehemaligen FC Bacau-Akteur Radu Enache zog man noch einen ganz dicken Fisch an Land.

Von Anpfiff an brannte die Luft im Röhrenhofer Sportpark, das Knistern war förmlich zu spüren und so wurde von der ersten Minute an um jeden Zentimeter gefightet, da die Trauben an diesem Abend ziemlich hoch hingen. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe mit rassigen Zweikämpfen und leidenschaftlichen Spielzügen – es war Derbytime. Keine angezogene Handbremse, sondern offenes Visier von Anpfiff an. Auf den Trainerbänken nahmen mit Benno Döbl und Rainer Gamper zwei Fussballfachlehrer Platz. Dem aufmerksamen Beobachter entging nicht, dass Udo Thomala regelrecht darauf brannte, seine Farben in Front zu bringen. Und so nutzte er einen herrlichen Pass von Ex-Bezirksoberliga Allstar Stefan Feulner kalt wie eine Hundeschnauze zur umjubelten Gästeführung. In dieser Situation zeigte sich, warum auch ein ganz großer Verein wie der TSV Ködnitz auf die Kompetenzen dieses Mannes setzt. Jedoch sollte diese Führung nicht lange Bestand haben. Der wieselflinke Heiko Walter brachte eine Hereingabe in Richtung TSV-Tor. Ball und Boden waren sich nicht einige und so sprang der Ball auf kuriose Weise in die Bad Bernecker Maschen. Der SVR-Sportpark glich nun einem Tollhaus und die Fans peitschten ihre Lieblinge nach vorne. Die Platzherren nahmen daraufhin zusehends das Heft in die Hand und glänzten um die starken Spielmacher Albert und Sauerstein. Es schien, als hätte Jens Wolfrum seinen Mannen das richtige Rezept ausgegeben, um den Gegner mit der passenden Würze weich zu kochen. So servierte man dem TSV nun schwer verdauliche Kost mit richtig Pfeffer drinnen, an der sich die Gäste fast die Zähne ausbissen. Lediglich Keeper Schönauer versalzte den SVR-Akteuren durch mehrere Glanztaten die Suppe, so dass letztlich nichts anbrannte. Dennoch kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten und freuten sich über den Vorgeschmack auf die zweiten 45 Minuten. Erst der Gang zum Pausentee brachte wieder eine Verschnaufpause.

Viel Zeit zum Luftholen blieb nicht, da der SVR auch zu Beginn der zweiten Hälfte da anknüpfte, wo man zuvor aufhörte. Durch aggressives Pressing setzte man die Kurstädter permanent unter Druck und hatte mit Gunnar Albert eine geniale Schaltzentrale sowie mit Heiko Walter und Hassan Seker zwei brandgefährliche Offensivkräfte. Die Folge war, dass es mehrfach lichterloh im TSV-Strafraum brannte. So konnte Stefan Wolfrum Gunnar Albert in einer Situation auch nur durch ein ganz hartes Foul gerade noch stoppen, kam aber mit einem blauen Auge davon. Als Folge dieser Standardsituation hatte dann jedoch ein ganz anderer Akteur die SVR-Führung auf dem Fuß: Jens Wolfrum schlich sich auf Samtpfoten nach vorne und hätte beinahe den richtigen Riecher gehabt, als er aus einem Gestochere heraus in letzter Sekunde abgeblockt werden konnte, da die TSV-Defensive den Braten gerade noch gerochen hatte. Was Effizienz bedeutete stellte Volkan Bahar eindrucksvoll unter Beweis: nach einer Liebeserklärung an das Spielgerät von Trautmann vollendete Bahar im Stile eines Klassemanns zur etwas schmeichelhaften Gästeführung. Die Platzherren schienen augrund dieser kalten Dusche geschockt und mussten ihrem kraftraubenden Spiel nun Tribut zollen. So gewannen die Mannen um Lehrmeister Hofmann mehr und mehr die Oberhand und legten einige Schippen Kohlen ins Feuer. Zunächst scheiterte Thomala am Pfosten, ehe SVR-Keeper Heiko Vogel einen Schuss von Zink als Meister seines Fachs parierte. Wenig später trat Udo Thomala zu einem Freistoß von rechts außen an. Wie nicht anders zu erwarten zelebrierte er die von Leder umhüllte Luft präzise wie ein Uhrwerk in den SVR-Strafraum. Keeper Vogel konnte gerade noch abwehren, gegen den Nachschuss von Leader Zink hatte er keine Chance. So zeigte die Anzeigetafel eine 3:1 Führung für den TSV aus der Ölschnitzmetropole. Sauerstein und Co steckten nun zusehends den Kopf in den Sand und waren mit ihrem Latein am Ende. Stefan Feulner hatte sich jedoch noch einen Knallbonbon aufgehoben: so platzierte er einen Freistoß in der von ihm gewohnten Art und Weise mit viel Gefühl und wenig Kraft genau zwischen die Füße von SVR-Torsteher Vogel, so dass dieser letztlich machtlos war. Damit war der Bann endgültig gebrochen und die Gäste ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Wenig später beendete der Referee die Partie und sorgte damit für Ernüchterung bei den Platzherren.

Am Ende stand ein vielleicht etwas zu deutlicher Erfolg für die Gäste auf der Anzeigetafel. Beide Teams boten eine Klasseleistung und so bereuten die zahlreichen Fans ihr Kommen sicher nicht. Nach dem Spiel hofften die Medien auf einen O-Ton von Rainer Hofmann, doch zeigte sich dieser erneut wortkarg. An diesem Abend machte er lieber auf dem Platz als Defensivartist auf sich aufmerksam – auch wenn ohne Linienrichter gespielt wurde. Dafür sprudelte es umso mehr aus dem ansonsten als Leisetreter geschätzten Udo Thomala heraus: „Wenn der Pfosten und der Schiedsrichter nicht gewesen wären, hätte ich heute 4 Treffer erzielt. Es wird auch mal Zeit, dass der Wum endlich mal trifft.“ Kurz darauf verschwand er und tauchte dann wieder in einer chicen TSV-Ködnitz Jacke auf. Darauf angesprochen, verlautete er ganz kleinlaut: „Der TSV Ködnitz kann es sich eben leisten, einen Mann wie mich auszustatten.“ Es bleibt abzuwarten, wann die neue Udo Thomala Modekollektion erscheint. Die Röhrenhofer, welche nach Abpfiff noch mit Bärenkräften ihren Maibaum aufstellten, zeigten sich als äußerst sympathischer Gastgeber. Es herrschte insgesamt eine sehr freundschaftliche Atmosphäre, so dass zu hoffen bleibt, dass es bald eine Wiederholung dieses prestigeträchtigen Derbys gibt. Ein ganz besonderer Dank ergeht auch an Schiedsrichter Tizian Jahres, welcher sich an das hohe Niveau auf dem Platz nahtlos anschloss.

 

Es spielten:

 

TSV Bad Berneck: Schönauer – Lottes, Völkl, Körber, Hofmann, Scholze – S.Wolfrum, Schmitz, J.Zink, Trautmann, Feulner, Fraaß – Bahar, Thomala.

 

SV Röhrenhof: Vogel – Nisio, Jungwirth, Engelbrecht, Schneider – J.Wolfrum, J.Riedelbauch, Judas, J.Sauerstein, B.Zimmermann, Albert, Enache – Walter, H.Seker.

 

Statistik:

0:1 Thomala

1:1 Walter

1:2 Bahar

1:3 J.Zink

1:4 Feulner

 

SV Fortuna Untersteinach - TSV Bad Berneck 3:4 (1:2)

21.6.2013

 

Mit dem SV Fortuna Untersteinach lud ein Gastgeber zum Stelldichein, welcher in Fachkreisen als Geheimtipp gilt und der vielen TSV-Anhängern bisher unbekannt war. So reiste man mit einem etwas mulmigen Gefühl in den Fortuna-Park, da man die Stärke des Gegners nicht wirklich einschätzen konnte. Auch die Scouting-Abteuilung des TSV konnte nichts Wesentliches herausfinden. Als Verstärkung war erneut Rainer Hofmann mit dabei, welcher jedoch bereits vor Anpfiff verlauten ließ, dass er sich in Zukunft gegenüber den Medien und der Presse deutlich zurückhalten wird, da ihm derzeit zuviel geschrieben wird. Ebenfalls mit von der Partie war nach langer Verletzungspause Altligalegende Bernhard Mudder, vermissen musste man leider Allrounder Wolfgang Marchner. So begann man im nicht ganz ausverkauften Sportpark bei tropischen Temperaturen, den Gegner unter die Lupe zu nehmen.

Angetrieben von den zahlreichen Gästefans - darunter auch die Eltern von TSV-Motor Jörg Zink – begann man das Spiel sehr konzentriert und ließ dem Gegner kaum Luft zum Atmen. Und so dauerte es auch nicht lange, bis Jörg Zink das Leder das erste Mal in den Untersteinacher Maschen verstaute. Doch rissen sich die Gäste nun am Riemen und legten einige Schippen drauf. So war es eine zwangsläufige Folge, dass sie durch eine tolle Einzelleistung zum 1:1 Ausgleichstreffer kamen. Rainer Gamper fand daran wenig gefallen und brachte seine Farben nach einer schönen Kombination über Fraaß und Wolfrum erneut in Front. Leider jedoch verletzte sich die wandelnde Torgefahr bei dieser Aktion, so dass er mit einem Wadenschaden das Feld verlassen musste. So kam der bei den Fans beliebte Frachtexperte Quindt im Sturm zum Einsatz, scheiterte jedoch mehrfach knapp. Kurz vor dem Pausentee erhöhten die Fortunen nochmals deutlich die Schlagzahl und scheiterten mehrfach am überragend reagierenden Torsteher Schönauer, der an diesem Abend seine Hände ganz hervorragend sortiert hatte. So schickte der Referee beim Stand von 2:1 für die Ölschnitztalkicker beide Teams in die Kabinen.

Auch zu Beginn der 2.Hälfte legten die Platzherren los wie die Feuerwehr. Sie schnürten die Gäste in deren Hälfte ein und zelebrierten Einbahnstrassenfussball aus dem Lehrbuch. Mit Glück und Geschick verteidigten Mudder und Co den knappen Vorsprung. Als der Ball dann im TSV-Gehäuse lag, gab der Unparteiische den Treffer wegen Abseits nicht. Der Druck der Gastgeber wurde nun immens und so erzielten sie wenig später den hoch verdienten Ausgleich. Rainer Hofmann, bis dahin eher ein Meister der leisen Töne, schlich auf Samtpfoten nach vorne und wurde wunderbar von Zink bedient. Nun mussten auch die Einheimischen einsehen, dass gegen solch einen Meister seines Fachs kein Kraut gewachsen sei und nahmen die zwangsläufige Folge dieses Solos in Kauf. Es war wie erwartet die erneute Führung des TSV. Die Fortunen warfen nun fast alles nach Vorne, der TSV konterte brandgefährlich. Zink, Hofmann und Fraaß scheiterte äußerst knapp und verpassten es, den Sack endgültig zu zu machen. Die Untersteinacher Ballartisten glaubten weiterhin an ihre Chance und wurden in der Schlussminute belohnt. Nach einem tollen Zuspiel erzielte der Fortuna-Angreifer das 3:3. Doch feierten die Platzherren zu lange und verloren TSV-Wiesel Zink kurz aus den Augen. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und sicherte seinem Club die am Ende etwas schmeichelhaften 3 Punkte.

Der TSV bot eine geschlossene Mannschaftsleistung, aus der Wolfrum durch unermüdlichen Einsatz ganz besonders herausragte. Der Gegner erwies sich als fairer und sympathischer Gastgeber, so dass man hoffen kann, des es von diesem Duell auf Augenhöhe eine Fortsetzung gibt. Einziger Wermutstropfen ist die erneute Verletzung von Rainer Gamper. Nach dem Spiel präsentierte er den Medien seine angeschlagene Wade, so dass für Gesprächsstoff in der Kurstadt für die nächsten Wochen gesorgt ist. Rainer Hofmann zeigte sich – wie angekündigt – in der Mixedzone sehr wortkarg, so dass die Notizblöcke der anwesenden Journalisten diesmal leer blieben.

 

Es spielten: Schönauer – Kolb, Mudder, Scholze, Thomann – Kreipl, Hofmann, Wolfrum, Trautmann, J.Zink, Quindt – Fraaß, Gamper.

 

Statistik:

0:1 J.Zink

1:1

1:2 Gamper

2:2

2:3 Hofmann

3:3

3:4 J.Zink

 

TSV Trebgast - TSV Bad Berneck 5:1 (2:0)

14.6.2013

 

Für die schwere Auswärtsaufgabe in Trebgast suchte der TSV zunächst ausreichend Akteure. Dies sollte sich wegen zahlreicher Absagen als schwierig herausstellen. Als dann jedoch die Kabinentüren in Trebgast geöffnet wurden, strömten die TSV-Spieler in Scharen hinein, so dass man einen Kader von 17 Mann hatte. Die größte Überraschung für die mitgereisten Fans war das Comeback von Rainer Hofmann, welcher zuletzt sein Können in Marktschorgast zur Schau stellte. Zudem schnürten 3 Gastspieler des BSC Bayreuth-Saas ihre Fußballstiefel für den TSV. Zustande gekommen war dieses spektakuläre Ausleihgeschäft über die hervorragenden Beziehungen von TSV-Frachtexperten Quindt. So wurde sein Ruf, immer nur das Beste rechtzeitig zu liefern, wieder einmal bestätigt. Infolge dessen, sah er an diesem Abend seine Position als selbsternannter Assistenztrainer auf der Bank. Klaus Scholze wechselte ins Fanlager und so startete man mit 4 Mann auf der Bank.

Die Platzherren zeigten schnell, dass ihnen zu Recht der Ruf als einer der ganz „Großen“ im Landkreis vorauseilt. Die glorreiche Vergangenheit mit Bayernliga und Landesliga lag noch in der Luft. So mussten sich die Gäste um Libero Lottes – in Trebgast bis heute bei den Fans hoch im Kurs – von Beginn an auf die Defensive konzentrieren. Zunächst gelang es, den Gegner in Schach zu halten. Dieser sollte dann noch mehr Respekt bekommen, als Aktionär Feulner seinem Gegenspieler ankündigte „Gleich ist hier was los“. Leider jubelten dann jedoch die Einheimischen, als ihre Mannschaft in Führung ging. Assistenztrainer Quindt, der sich selber bescheiden mit Jupp Heynckes verglich, war der Ärger darüber sichtlich anzusehen. Und es dauerte nicht lange, da erhöhten die Gäste auf 2:0. TW Schönauer hatte seine Hände falsch sortiert und die Trebgaster bestraften dies eiskalt. Doch fingen sich die Kurstädter langsam wieder und scheiterten durch Feulner, Lottes und Schulze nur knapp. Ein Alsan-Schuss machte sogar Bekanntschaft mit der Latte und auch der permanent rackernde Marchner kam nur um Haaresbreite zu spät. So ging es mit einem 0:2 Rückstand in die Kabine.

Zu Beginn der 2.Hälfte nahmen die Quindt-Schützlinge das Heft zusehends in die Hand und tauchten mehrfach vor dem Trebgaster Gehäuse auf. Doch erst als Rainer Hofmann das Leder auf Michael Lienhardt zelebrierte und dieser geschickt den TSVT-Keeper umkurvte, durften die Gästefans jubeln. Als Hofmann auf diesen Zuckerpass angesprochen wurde mit der Frage, ob er dieses Ballgefühl in Marktschorgast verfeinern konnte, antwortete dieser „Das konnte ich auch schon vorher.“ Die Bad Bernecker hofften nun, das Spiel weiter offen gestalten zu können, jedoch entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß, als Verdel seinen Gegenspieler am Trikot zupfte. Die Gastgeber verwandelten sicher zum 3:1. Damit schien die Messe gelesen und die Stars vom Badesee erhöhten durch einen Konter auf 4:1. Die Gäste waren nun vollends konsterniert und steckten den Kopf in den Sand. So stellte ein Kopfball in der Schlussminute den 5:1 Endstand da.

Der TSV aus Bad Berneck verlor gegen einen sehr starken Gegner aus Trebgast. Die Gastgeber waren gespickt mit Fussballfeinschmeckern und wirkten sehr eingespielt. Dies konnte man auf Seiten der Kurstädter nicht behaupten, schließlich feierten 5 Akteure ihr Saisondebüt. Dennoch wurde der große Kader sinnvoll genutzt, indem regelmäßig durchgewechselt wurde. Die 3 Gastspieler aus der Saas stellten sich als spielstarke Verstärkung heraus und ihnen gilt Dank dafür. Auch wenn am Ende das Aufgebot ungewöhnlich groß war, geht auch der Dank an alle, die in guter Absicht aus- und mitgeholfen haben. Rainer Hofmann nahm nach dem Spiel in bewährter Manier kein Blatt vor den Mund: „So schlechten Fussball wie heute habe ich lange nicht mehr gesehen.“ Immerhin sorgte er mit seinem Zuckerpass für einen Lichtblick.

 

Es spielten: Schönauer – Lottes, Kolb, Lohr, Körber, Kreipl – Alsan, Schulze, Feulner, Hofmann, Verdel, Fraaß, J.Zink – Marchner, Lienhardt – Quindt (AC).

 

Statistik:

1:0

2:0

2:1 Lienhardt

3:1

4:1

5:1

 

 

TSV Bad Berneck - TSV Stadtsteinach 2:2 (1:1)

7.6.13

 

Vor der langen Heimspielsommerpause präsentierte sich der TSV letztmals vor eigenem Anhang gegen den TSV Stadtsteinach. Aufgrund des deutlichen Sieges letzte Saison galten die Kurstädter bei den Buchmachern als klarer Favorit. Personell konnte man fast aus dem Vollen schöpfen, es gelang sogar mit Wolfgang Marchner einen Spieler zu verpflichten, welcher zuletzt regelmäßig für die 1.Mannschaft seine Fußballstiefel schnürte. Lediglich auf der Position des Schiedsrichters hat der TSV große Probleme. So sprang netterweise Mario Bauer ganz kurzfristig ein.

Bereits zu Beginn wurde den TSV-Anhängern klar, dass der Gast aus Stadtsteinach nicht mit der Mannschaft vom letzten Jahr verglichen werden kann. Die Gäste hatten sich gezielt verstärkt und präsentierten sich als laufstarker und kämpferischer Gegner. So taten sich die Einheimischen auf tiefem Geläuf schwer, zu ihrem Spiel zu finden. Die Stadtsteinacher setzten immer wieder geschickt Nadelstiche und gingen nach einem Freistoß nicht unverdient in Führung. Die Platzherren schienen für einige Zeit konsterniert und taten sich äußerst schwer, zwingende Chancen herauszuspielen. Angetrieben von Marchner aus dem defensiven Mittelfeld sortierten sich die Klangkicker zunehmends und kamen kurz vor dem Pausentee durch Jörg Zink zum 1:1 Ausgleich. Die Gäste, welche sich von der ersten Minuten an auf den Schiedsrichter eingeschossen hatten und bereitwillig jede Aktion kommentierten, waren kurz darauf außer sich, als Referee Bauer zur Halbzeit pfiff. Es ist schon eine Unverschämtheit eines Referees, die Halbzeitpause mit einem Pfiff anzukündigen. Wie sooft zeigte die Kritik die fachliche Kompetenz der Gäste in Regelangelegenheiten.

Auch die 2.Hälfte war vor allem durch Giftigkeit und Diskussionen geprägt. Das Spielerische blieb hierbei zu oft auf der Strecke. Die Gäste glänzten mit ihren Adleraugen, welche bei jedem TSV-Angriff eine Abseitsstellung – laut eigener Aussage mindestens 5 Meter – erkannten. Zudem pfiff aus ihrer Sicht der Referee völlig einseitig. Jedoch verstanden sie es den Unparteiischen auf ihre Seite zu bringen, indem sie ihn permanent angingen und sich beschwerten. Welcher Referee wird dann nicht selber zum Fan einer solchen Mannschaft ? Als Jörg Zink im Strafraum gelegt wurde und dessen Gegenspieler ganz leise davonschlich, zeigte der Referee auf den Punkt. Nun eilten wieder die Adleraugen mit integrierten Fernsichtgeräten an den Tatort. Aus 40m Entfernung haben sie genau gesehen, dass Zink von selber fiel. Sie diskutierten dann sachlich, dass der Schiedsrichter zu blind und blöd zum Pfeifen sei, dass es besser wäre, ohne Schiri zu spielen und dass die ganze Veranstaltung hier ein Witz sei. Jörg Zink zeigte sich unbeeindruckt und verwandelte sicher zur 2:1 Führung. Erster Bürgermeister Zinnert freute sich als Edelfan im Fanblock, musste aber auch weiterhin eine hektische Partie miterleben. Der TSV aus der Ölschnitzmetropole hatte nun seine stärkste Phase. Zunächst scheiterte Gamper aus 5 Metern, dann vergab Kauer nach herrlichem Zuspiel von Fraaß zu hektisch und kurze Zeit später scheiterte der jederzeit gefährliche Marchner am glänzend reagierenden Gästekeeper. Es ist mühselig zu erwähnen, dass aus Sicht der Gäste alle drei Aktionen aus Abseitsposition geschahen. Wer seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft. So glichen die Stadtsteinacher noch zum 2:2 aus. Dann wurde es wieder hektisch: nach einem übermotivierten Zweikampf von Völkl – er spielte Ball und Gegner – bildete sich sofort eine Traube und es gab große Diskussionen. Dass Zink kurz vorher genauso umgehauen wurde – auch da wurde Ball und Gegner berührt - vergaßen die Gäste. Hier wurde Zink „Schauspielerei“ vorgeworfen. Dieser Zink traf dann in der Schlussphase unglücklich einen TSVS-Akteur im Unterleib. Auch hier wurde ihm Absicht unterstellt. Als er dies von sich wies, waren die Anschuldigungen auf einmal offiziell ein Scherz. Dennoch produzierten die sich ständig in Bewegung befindenden Lippen der Gäste Kommentare wie: „Des is a Truppn. Des ist nur noch lächerlich hier. Soll doch der Schiri gegen seinen eigenen Leute pfeifen, die motzen ihn dann wenigstens nicht an, da die ihn bestimmt kennen.“ Die Krönung des Ganzen war dann noch, als Referee Bauer fast angebrüllt wurde, das Spiel drei Minuten eher abzupfeifen, weil die Gäste dies so wollten. Diesmal blieb er aber hart – das Spiel dauerte noch 180 Sekunden. Am Ende zeigte die Anzeigetafel ein 2:2.

Selten hat man bei den AHs solch eine zerfahrene und durch andauernde Kommentare zerpflückte Partie mit teils giftigem Charakter gesehen. Referee Bauer, der netterweise ganz kurzfristig einsprang, musste sich 90 Minuten Dauerfeuer gefallen lassen. Gerade eine permanente Abseitsruferei führt dazu, dass man solche Forderungen nicht mehr ernst nehmen kann, da man schon aus Prinzip auf solche Lippenbodybuilder nicht mehr hören sollte. Besser wäre es gewesen, sich auf das Spielerische zu konzentrieren. Zumindest nach Abpfiff herrschte dann wieder eine friedliche Atmosphäre. Ein ganz großer Dank ergeht an Mario Bauer für seine Bereitschaft zu pfeifen und seine Geduld 90 min durchzuhalten.

 

Statistik:

0:1

1:1 J.Zink

2:1 J.Zink (FE)

2:2

 

Es spielten: Schönauer – Völkl, Scholze, Kolb, Quindt – Wolfrum, Marchner, Kreipl, Fraaß, Lottes, J.Zink – Gamper, Kauer.

 

TSV Bad Berneck – TSV Fichtelberg 2:2 (0:2)

 

17.5.2013

 

Mit dem TSV Fichtelberg gab zur Einstimmung des Pfingstwochenendes ein prominenter Gast seine Visitenkarte im Klangstadion ab. Die Gastgeber konnten mit Trautmann erstmals diese Saison den allseits geschätzten Cheftrainer der G-Jugend aufbieten. Zudem durften die Fans mal wieder eine lebende Legende in Aktion sehen: Udo Thomala lud zum Stelldichein und gab eine Kostprobe seines Könnens in der Kurstadt ab. Dafür musste man mit Heidenreich erneut auf einen echten Zehner verzichten.

Die Einheimischen begannen konzentriert und zeigten rasch, wer Herr im Hause ist. So kamen die Gäste kaum zur Entfaltung und konzentrierten sich auf die Defensive. Darin allerdings entpuppten sie sich als Meister ihres Fachs und gestatteten den Mannen um Thomala kaum Möglichkeiten. Erst als Trautmann seine Gegenspieler wie Slalomstangen stehen ließ und präzise auf Thomala passte, wurde es brandgefährlich. Die TSV-Legende war allerdings noch nicht in Torlaune und streichelte die Kugel über die Fichtelberger Latte. Vermutlich machten ihn die prall gefüllten Ränge nervös, so dass er trotz seiner Klasse die Gelegenheit zum Jubel ausließ. Kurz darauf blieb die Pfeife von Referee Völkl still, als Fraaß im Strafraum zu Boden ging. Feulner sprach nach dem Spiel von einem klaren Elfmeter, da ihm diese Situation das Gefühl gab, im Komödienstadl zu Gast gewesen zu sein. Die Fichtelberger warteten nun geduldig auf Bad Bernecker Fehler. Und diese kamen. Nach einem Fehlpass von Fraaß lief der Fichtelberg-Defensivstratege bis zur Grundlinie durch und flankte präzise von der Auslinie direkt ins Bad Bernecker Tor. Fachleute fühlten sich bei diesem Treffer an das WM 2010-Tor von Maicon gegen Nordkoreas Keeper Myong-Guk Ri erinnert. Diese Szene wird den Bad Bernecker Akteuren in diesem Moment durch den Kopf geschossen sein. Und es dauerte nicht lange, da sorgte der nächste kapitale Ballverlust des TSV Bad Berneck für das 0:2. Die Platzherren gerieten nun vollends aus dem Takt und in solch einer Phase vermisste man einen Dirigenten wie Heidenreich. So gingen die Kurstädter mit einem ernüchternden 0:2 Rückstand in die Pause.

Nach Wiederanpfiff nahmen die Klangkicker das Heft wieder zusehends in die Hand. Angetrieben von Aktionär Feulner drängte man die Gäste in deren Hälfte. Doch standen diese kompakt und konzentrierten sich auf ihre Hausaufgaben. Libero Kolb schaute sich dies eine Zeit lang an und hatte dann genug. So schlich er auf Samtpfoten in die Fichtelberger Hälfte und zelebrierte die Kugel aus 20m in die Fichtelberger Maschen. Davon ermutigt spielten die Hausherren nun Einbahnstraßenfussball und wurden auch prompt belohnt. Nach einer herrlichen Flanke des starken Wolfrum verließ Legende Thomala den Erdboden, indem er sich nach oben schraubte und das Leder zum 2:2 eiskalt im Stile eines Klassemanns erzielte. Nun witterten die einheimischen Fans Morgenluft und bauten ganz darauf, dass der TSV nun immer mehr auf Betriebstemperatur gerate. Und fast hätte es auch geklappt, als Thomala – der übrigens nie ein Länderspiel bestritt – aus wenigen Metern per Kopf das leere Tor verfehlte. Die Gäste atmeten nun kräftig durch und wurden wieder mutiger. Kurz vor Schluss zeigte Rainer Gamper, warum zahlreiche Sponsoren großes Interesse haben, ihn als Werbeikone zu verpflichten. Grandios parierte er einen platzierten Freistoß der Fichtelberger und hielt damit den Punkt fest. Der sicher leitender SR Völkl beendete kurz darauf die Partie.

Die Bad Bernecker zeigte eine mannschaftlich geschlossene Leistung und steckten auch nach einem deutlichen Rückstand nie den Kopf in den Sand. Die Journalisten stürzten sich natürlich nach Abpfiff auf Torjäger Thomala und befragten diesen zu seiner Leistung. Daraufhin sprudelte er in die Mikrofone: „Läuferisch überragend – und spielerisch auch.“ Finanzminister Zink hatte nach Abpfiff keine Zeit für Interviewwünsche, da er als Geldeintreiber fungierte und die Scheine ihm daraufhin nur so zuflogen. Ein ganz besonderer Dank ergeht an Rainer Völkl für seine spontanen Schiedsrichterdienste.

Es spielten: Gamper – Kolb, Kreipl, Scholze – Trautmann, Wolfrum, Verdel, Fraaß, Feulner, Zink – Kauer, Thomala.

 

Statistik:

0:1

0:2

1:2 Kolb

2:2 Thomala

TSV Mistelbach - TSV Bad Berneck 5:0 (3:0)

3.5.2013

 

Aufgrund großer personeller Probleme musste der Gast aus Bad Berneck kurzfristig zwei vereinslose Akteure unter Vertrag nehmen. Nur Free Agent Spieler dürfen nämlich auch außerhalb der Transferperiode verpflichtet werden. So entschied man sich nach Sondierung des Marktes für Stefan Morath und Daniel Kreipel. Dennoch herrschte bereits vor Anpfiff Aufregung, da ein „Phantom“ kurzfristig absagte. Es hinterließ lediglich die Nachricht: „Muss arbeiten. Komme nicht.“ Absender und Namen suchte man vergebens. Bis heute konnte nicht geklärt werden, wer hinter diesem „Phantom“ steckt. Eine spannende Herausforderung für die Boulevardmedien.

Im Rahmen der Sportplatzkerwa lud mit dem TSV Mistelbach ein echter Traditionsverein zum Stelldichein. Die Mannen um TSVM-Legende Leander Leitz gelten in Fachkreisen als kompakter und unbequemer Gegner, der jeder Mannschaft das Leben schwer machen kann. So mussten die Gäste rasch feststellen, dass ein hartes Stück Arbeit vor ihnen liegen wird. Keeper Gamper musste in der Anfangsphase mehrfach seine Klasse unter Beweis stellen, ehe Libero Feulner und Aktivposten Zink mit Fernschüssen ihr Glück versuchten. Doch war der Ball, der mit Beton gefüllt schien, an diesem Abend kein Freund der Bad Bernecker. Auf der anderen Seite parierte Gamper im Stile eines Klassemanns, jedoch verschlief die TSV-Abwehr die nachfolgende Situation, so dass der Mistelbacher Stürmerstar Steffen Goldfuß zur umjubelten Führung einschob. Und es dauerte nicht lange, da legte Goldfuß eiskalt nach. Selbst Keeper Gampers Versuch einer Notbremse umkurvte der einheimische Angreifer gekonnt und vollendete zum 2:0. Die Kurstädter steckten jedoch den Kopf nicht in den Sand und wären um ein Haar zum Anschlusstreffer gekommen. Fanikone Zink spazierte alleine auf den gegnerischen Torsteher zu und schloss dann wenige Meter vor dem Mistelbacher Gehäuse mit einem Granatenschuss ab. Jedoch parierte der Keeper dieses Bündel heiße Luft in beeindruckender Manier. Fans beider Lager waren froh, dass sich der Torhüter bei dieser Kraft des Balles nicht verletzte. Den Gegenzug verwertet Mistelbach zum 0:3, als zum wiederholten Mal die Abseitsfalle misslang. Libero Feulner sah die Kurse seiner Aktien nun mehr und mehr fallen und wechselte daher ins Mittelfeld. Dies änderte am deprimierenden 0:3 Pausenstand nichts mehr.

Auch zu Beginn der 2.Hälfte hatten die angereisten Gästefans wenig Grund zur Hoffnung. Mistelbach spielte um Leader Leitz souverän sein Spiel, Bad Berneck verlor ab und an den Ball. Der neutrale Zuschauer konnte an diesem Abend von Bad Bernecker Seite aus sicher nicht dafür begeistert werden, demnächst die neuen Sammelbilder der Ölschnitztalstars zu erwerben. Zu dürftig war die Leistung der Mannen um Pokerface Gamper. Chancen blieben leider Mangelware, ab und an wurden völlig harmlose Schüsse in Richtung Mistelbacher Gehäuse abgegeben. Die Platzherren besannen sich dann wieder auf ihren Sturmtank Goldfuß, so dass dieser auf 4:0 erhöhen konnte. Gegenspieler Quindt, normalerweise ein echter Experte für heiße Fracht und schnelle Lieferung, diktierte nach dem Spiel den anwesenden Journalisten in die Notizblöcke: „Der war einfach zu schnell für mich.“ Klaus Scholze zeigte sich mit der Freiheit der Gästeangreifer dann nicht mehr einverstanden und ließ mit einem äußerst versteckten Foul seinen Gegenspieler persönlich das Gras aus nächster Nähe kennen lernen. Den fälligen Strafstoß versenkte Mistelbach sicher zum 5:0. Nachdem Libero Kolb kurz vor Schluss mit seinem Fernschuss nur um Zentimeter – an der Eckfahne – scheiterte, setzte Goalkeeper Gamper mit einer Glanzparade den Schlusspunkt. So sollte wenigstens er den Kerwagästen in guter Erinnerung bleiben.

Den Gästen aus der Zinnert-Metropole war die lange Spielpause deutlich anzumerken. Ab und an verlor man an diesem Abend den Ball oder spielte ganz vereinzelt auch mal einen Fehlpass. So werden die angereisten Fans sicher noch eine Menge Luft nach oben gesehen haben. Wenigsten servierten die Gastgeber anschließend noch Krenfleisch, welches Rainer Gamper und Michael Kolb genussvoll verzehrten und in höchsten Tönen lobten. So sollte sich wenigstens durch diesen Gaumenschmaus die Reise nach Mistelbach gelohnt haben.

 

Es spielten: Gamper – Kolb, Feulner, Scholze, Quindt, Kreipl – Körber, Wolfrum, Morath, J.Zink, Fraaß – Kauer.

 

Statistik:

1:0

2:0

3:0

4:0

5:0

TSV Bad Berneck - TSV Neudrossenfeld 2:5 (1:3)

26.4.2013

 

Nachdem die Saisoneröffnung bereits zweimal verschoben werden musste, hatte das Warten der einheimischen Fans nun endlich ein Ende. Jedoch war der Fanandrang überschaubar, da parallel in Laineck die 2.Mannschaft ein Intermezzo gab, und so zahlreiche Schlachtenbummler auswärts den Mannen um Peter Schmidt die Daumen drückten. So war es auch wenig überraschend, dass die Gastgeber personell nur dünn besetzt waren. Erst die Last-Minute-Verpflichtung von Keeper Schönauer und Fanikone Thomala ermöglichten eine komplette Mannschaft. Dennoch vermisste man Leistungsträger wie Völkl, Wolfrum, Zink oder Trautmann schmerzlich. Und da der TSV auch keinen Schiedsrichter stellen konnte, musste Aktivposten Lottes diesen Part übernehmen und so fehlte den Kurstädtern der nächste Leistungsträger. Trotz der Tatsache, dass mit dem TSV Neudrossenfeld einer der ganz Großen seine Visitenkarte im Klangstadion abgab, baute man beim TSV auf den „Thomala-Effekt“, um die eigene Leistung hochzukurbeln.

Während sich in der Anfangsphase beide Teams zunächst beschnupperten, sollte sich bald herausstellen, dass die Gäste mehr und mehr das Kommando übernahmen. Doch hielt die Defensive um Libero Kolb den Angriffsbemühungen des Gegners stand. Erst als Verdel seinen Gegenspieler den Boden küssen ließ und Referee Lottes das Geschehen in den Strafraum verlegte, waren die Platzherren machtlos. Den umstrittenen Strafstoß verwandelte der Gast im Stile eines Klassemanns. Wenig später misslang eine Abseitsfalle und Neudrossenfeld konnte per Heber auf 2:0 erhöhen. Es schien nun so zu kommen, wie es Pessimisten erwartet hatten. Neudrossenfeld spielte sein Spiel und Bad Berneck lief hinterher. Doch fanden die Kurstädter über den Kampf ins Spiel zurück und wurden prompt dafür belohnt. Nach einem missglückten Schussversuch landete der Ball am Fuß von Fraaß, welcher daraufhin im Strafraum zwei Gegenspieler umkurvte und dann von halblinks mit der rechten Koppe in Bolzplatzmanier verwandelte. Nun keimte beim einheimischen Anhang wieder Hoffnung auf und der flinke Michael Greim hätte um ein Haar den Ausgleich erzielt, als er freistehend vor dem Gästekeeper scheiterte. Quasi im Gegenzug erhöhte der Gast nach einer weiteren misslungenen Abseitsfalle per Flugkopfball auf 3:1. Diese sollte dann auch den Pausenstand darstellen.

Nach dem Wiederanpfiff war den Platzherren weiterhin eine bemerkenswerte Moral anzumerken. Sie steckten nicht auf und kamen durch Greim zum verdienten 2:3 Anschlusstreffer. Die Gastgeber versuchten nun mehrere Gänge nach oben zu schalten und mächtig Dampf zu machen. Leider aber misslang dem ansonsten sicheren Keeper Schönauer eine Parade, so dass der Gast zum 4:2 abstauben konnte. Nun war die Luft beim einheimischen TSV mehr und mehr draußen und so fing man sich noch einen Konter zum 2:5, obgleich der Referee in dieser Situation eher englisch pfiff, als er den rustikalen Einsatz des TSVN-Angreifers gegenüber Libero Kolb als nicht regelwidrig erachtete. Am Ende stand dann also doch eine deutliche 2:5 Niederlage zu buche.

Trotz dieses Ergebnises muss man dem TSV auf ganzer Linie Respekt für seine Bemühungen zollen. Jeder versuchte, das Beste zu geben und so fiel vor allem auch positiv auf, dass zu keiner Zeit Unruhe innerhalb der Mannschaft herrschte. Fehler wurden von jedem begangen, so dass man gemeinsam versuchte, diese wieder auszubügeln. Ein besonderer Dank ergeht auch an die Referees Jörg Lottes (65 min) und Roland Körber (15 min).

Für die nächsten Spiele bleibt zu hoffen, dass sich die personell arg angespannte Situation wieder entzerren wird und dass möglichst viele Akteure bereit sind, die AH und deren Organisatoren zu unterstützen. Udo Thomala ging dabei schon mal mit gutem Beispiel voran, als er nach dem Spiel - gemütlich auf einer Bierbank sitzend – das verlockende Angebot machte, einen Trainer-Intensivkurs anzubieten.

 

Es spielten: Schönauer – Kolb, Scholze, Thomann, Quindt, Körber – Verdel, Fraaß, Lottes, Greim, Thomala – Gamper, Kauer.

 

Statistik:

0:1

0:2

1:2 Fraaß

1:3

2:3 Greim

2:4

2:5